dritter Abschnitt. 151
Vereinigungen errichten, und sich in einer völligen KriegS-verfassung erhalten. Armin bediente sich dieser Unistande.Noth und Dankbarkeil machten ihn zum Feldherrn. DieGemeinen liebten ihn, so sehr als er von den Edlen, welchedie Folgen seiner Unternehmungen gar zu gut einsahen,gehasset wurde. Hisdurch entstand zuerst ein einheimischerKrieg, welcher den Römern Zeit ließ, sich von ihrem Schre-cken zu erhohlen, und bald daraus mit einem Heer vonhundert tausend Mann einzubrechen, und ganz Westfa-len a) mit Feuer und Schwerd zu verheeren. Der rö-mische Feldherr Germanicus zerstörte bey dieser Gelegen-heit auch den berühmten Tempel TanfanS b>), und gisngdamit um, die Völker zwischen dem Rheinc und der We-ser dergestalt zu entkräften c), daß sie fernerhin die rö«mischen Gränzen am Nicderrhein unangefochten lassen soll-ten. In dieser Absicht that er verschiedne Feldzüge, liefzu zween malen in die Emse ein, und drang von dortherdurch unsre Gegenden gegen die Weser, und über dieselbe, 'ohne jedoch seine völlige Absicht zu erreichen, indem er eini-gemal gar übel heimgeführte!), und auch durch seine Vor-theile nicht verbessert wurde, weil ein Sieg insgemein nichtsmehr entschied, als daß der eine flüchten, und der andrezurückgehen musts.
u) (chungnavinta nrülimn spatiunr serm llannnisguepervallat, non lexu8 nein Ttaz inilerationem ottu-iit; prolana lnnu! etlaera, et celeberrimnm illisteinplunr, guoc! '1 '?.nlänN voeabant, lvlc> nguantur;sine vnlnere rnilite«, gui semi5c>innc>8, inermes antpalante8 eeeiclerant. ? /x c. Ann. I. 51. Germanicusgieng per Lviv?in Orejianx, wovon Coesfeld seinenNamen haben soll.
b) Die-