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5 (1780) Osnabrückische Geschichte, Th. 1
Entstehung
Seite
117
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zweyter Abschnitt. 117

») Ein Kaufmann auf dem Lande bezahlt keinen Waaren,zoll, kein Licent, keine Accife, senden, bloß Trafiken-geld und einen geringen Wageuzvll.

b) ES ist zu wünschen, daß das Stift nie einige eigne Trup-pen halten möge. Ein zeitiger Bischof hat an derglei-chen dem gemeinen Wesen in die Futterung gegebenenLeuten keine sonderliche Frende, und halt lieber eineeigne Garde oder ein eignes Regiment. Da denn oftder unnöthige Unterhalt des erstem die Ursache ist, daßman ihm das Vergnügen von letztern nicht hinlänglichverschaffen kann.

c) Bey der Essener Marktheilung im Jahr 1758 wurden56 Ruthen, oder ein Scheffel Saat, so wie es noch wildda lag, für 100 Thaler angeschlagen und überlassen,weil man nicht haben wollte, daß die Leute sich bey den,höchsten Bot das Land einander übertheure,, sollten.Vor hundert Thaler kauft man anderwärts fast doppeltso viel Ackerland.

ck) Erfahrene Wirthe st,gen, daß der Scheffel Saat von hie-sigen, Mittellande nicht höher als zu ein oder höchstensanderthalb Thaler genutzet werden könne; und das Gar-tenland wird allemal doppelt so hoch gerechnet. Gleich-wohl wurden die Feldländereyen eines Banerhofcs ander Vomter Heide zu z Rthlr. 22 Mgr. für 56 Ru-then im Jahr 176z meistbietend verheuret, und nochüberden, Winngelder bezahlt.

H. 15.

Von ihre» politischen Sitte«.

Die Einwohner find nicht unbillig schlechte Soldatenfür gemeinen Sold, so lange ihnen die Ausflucht nachHolland mehrere Freyheit, manches Ebentheuer, ein bes-sers Auskommen, und den glücklichen s) Muth giebt,

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