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5 (1780) Osnabrückische Geschichte, Th. 1
Entstehung
Seite
116
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ii6 Natürliche Beschaffenheit,

Gebürge begeben, und seinen Vortheil ablanren wollte.Das war auch das einzige und glückliche Mittel, wo-durch sie es den Römern so sauer machten.

§. 14.

Von seiner Bevölkerung.

Das Stift ist volkreicher als die daran stossende Lan-der, und erhalt jährlich mehr Einwohner, wozu die voll-kommenste L) Freyheit in allen Arten von Handel undNahrung, der glückliche ft) Mangel einer eignen Krie-gsmacht, dieleidliche Regierungsform, die gute Gele,genheit nach Holland zu gehen, die grossem Beschwerdenin den angränzenden Landern, und besonders die Gemein-heiten, zu deren unentgeltlichen Mitgenuß die Beywohnerleicht gelangen, sehr vieles beytragen. Denn sonst wärees unbegreiflich, warum sich die Einwohner in einem ebennicht ergiebigen Lande, wo die Feurung und fast allestheurer ist als in andern, und wo einer dem andernden Acker zum höchsten c) Preise entreißt, stark vermeh-ren sollten. Es ist fast kein grosser Landeigenthümer imStifte, der nicht seine Güter in einzelnen Stücken 6) aneine Menge kleiner Beywohner vortheilhafter vcrheurethatte, als er solche im Ganzen mit einem so genanntengrossen Haushalt nutzen kann. Von diesem findet mankein Beyspiel weder auf einem Amte noch auf einem Edel,Hofs. Der Bauer nähert sich allmählich einer gleichenRegel, und fährt nicht übel dabey. Ein verschuldeterBauerhof wird oft durch die Ausheurung an den Meist-bietenden, woraus man sich sonst, weil der Acker den ge-ringen Beywohnern unentberlich ist, ein Gewissen macht,gerettet. Der Beywohner erwirket mit saurer Mühe dasGeld in Holland, was er im Acker wieder verliert.

g) Ein