9 6 Natürliche Beschaffenheit,
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Von der Heide.
Die Heide macht ihre Bewohner fleißig a) und dien-te vordem mehr zur Schoaf- und Bienenzucht als jetzt k).Sie wird an einigen Orten, besonders wo Mohr darunterliegt, angezündet c), und man säet mit grossem VortheilBuchweitzen in die falzige Asche. Insgemein aber dientihre Narbe oder Plagge zum Dünger, welcher im Sandeund bey dürren Zeiten besser, als eine andre Art vonDünger dauert. Man fahrt diese Narbe in Haufen zu-sammen, laßt sie mit andern Mist durchbrennen, undbringt sie hiernachst aufs Land cl). Sie wird auf einebesondre Art gemahet, und dazu wird viel Uebung erfor-dert. Die Graßnarbe, wo sie zu haben ist, wird ihrvorgezogen. Da durch den fortgehenden Anbau der Ackertaglich zunimmt, folglich des Düngers mehr erfordert undder Heide weniger wird, so ist man besorgt, daß dieseQuelle endlich gar versiegen möge. Einige glauben, daßman sie entbehren, und durch eine grössere Viehzucht er-setzen könne. Andre aber behaupten, daß kein grosser Vor-theil dabey seyn würde, wenn man dagegen viel Brach-felder haben, und solche für das Vieh bestellen müste.Der Landwirth folgt einer langen Erfahrung oder einemehrwürdigen Vsrurtheile, und es ist gefahrlich ihn zu stö-ren. An einigen Orten, wo Torfund Holz mangelt,brennt man auch eine Torfartige Heidrase, welche Suddegenannt wird.
a) äiss. on 1>ae!e II. jz. 75. macht eben
diese Anmerkung, welche die Erfahrung überall bestati,get, und im Schatzwesen findet man, daß alle Heidedvrfergeschwinder bezahlen, als andre. Die Ursache ist auch
begreift