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5 (1780) Osnabrückische Geschichte, Th. 1
Entstehung
Seite
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erster Abschnitt.

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in weitläufigen Gegenden und grossen Wäldern mehrereMarken und Innungen intcreßirt waren: so mnsie einhöherer Friede, welchen alle zu verehren schuldig wa-ren, eintreten. Carl der Grosse und die christliche Re-ligion sprengten den Gottessrieden, und so war es be-greiflich, daß der bauuus rechus in locuintrat, und ubs^us violativue jnris ^rivalormu, ein-treten konnte.

c) S. Z. 21. n, ä Wenn ein Verbanntsr wieder in denFrieden aufgenommen wurde, so muste er der Parthey,dem Richter und dem Priester genug thun. Die letz,tere Genugthuung ist von der christliche» Kirche in dieKirchcnbusse verwandelt worden, wie aus der Folge zuersehen seyn wird.

Zv.

Von der Religion des Staats und dessen Gottheit.

Ich muß hier zugleich der Religion gedenken, in sofern sie ein Band des Staats a) war. Man verehrteein allgemeines unsichtbares Wesen, und glaubte nicht, daßsich solches durch ein Bild vorstellen oder im Tempel b>)einsperren liesse. Der Grund dieses Glaubens lag allerWahrscheinlichkeit nach darum, daß das Bild und derTempel eines Nationalgottes auf der Erde keinen Platzhaben konnte. Denn die Mark, worinn Gott seinenTempel hat, erhalt bald einen Vorzug und leicht dieHerrschaft über andre, wie die Erfahrung c) bey allenVölkern zeiget. Im Heerlager war ein bewegliches ä)Götterbild möglich und vielleicht nöthig, um unter demSchutz desselben, einer vcrsamm'.sten unabhängigen Mengekraftiger zu gebieten und den Priester sichtbar zu unter-stützen.

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