Vorrede.
Indessen bleibt ein solches Merk den? deutschen Ge-nie und Fleiße noch immer angemessen, und belohntihm die Mühe. Der mächtige und reißende Hanggroßer Völkervereinigungen zur Monarchie und dieunsägliche Arbeit der Ehre, oder, nach unsrer Art zureden, der Freyheit, womit sie jenem Hange begegnen,oder ihrer jetzt fallenden Säule einen bequemen Fall hatverschaffen wollen, ist das prächtigste Schauspiel wasdem Menschen zur Bewunderung und zur Lehre gege-ben werden kann; die Berechnung der auf beyden Sei-ten würkenden Kräfte und ihre Resultate sind für denPhilosophen die erheblichsten Wahrheiten: Und so vielegrosse Bewegungsgründs müssen »ins ausmuntern, un-serer Nation diese Ehre zu erwerben. Sie müssen ei-nen jeden reizen, seine Provinz zu erleuchten, um siedem grossen Geschichtschreiber in dem wahren Licht? zuzeigen. Das Cvstume der Zeiten, der Stil jeder Ver-fassung, jedes Gesetzes, und ich möchte sagen, jedesannquen Worts, muß den Kunstliebenden vergnü-gen. Die Geschichte der Religion, der Rechtsgelehr-samkeit, der Philosophie, der Künste und schönenWissenschaften ist auf sichere Weije von der Staats-geschlchre unzertrennlich, und würbe sich mit obigen Planvorzüglich gut verbinden lassen. Von Meisterhändenversteht sich. Der Stil aller Künste, ja selbst der De-peschen und Liebesbriefe eines Herzogs von Richelieusteht gegeneinander in einigem Verhältniß. JederKrieg hat seinen eignen Ton und die Staakshandlun-gen haben ihr Colorit, ihr Cvstume und ihre Manierin Verbindung mit der Religion und den Wissenschaf-ten