Vorrede.
und theils unverständlich gemacht. Oft hat daher mei-ne Empfindung mit den Worten gekampst, und ichbin nicht selten in der Versuchung gewesen, auf die Ge-schichte einzelner Worte, welche inuner von Jahrhun-dert zu Jahrhunderte einen andern Sinn erhalten ha-ben, auszuschweifen. Da ich aber in manchen An-merkungen schon bis ans rothe Meer gekommen war: sokonnte ich meiner eignen Critik nicht weiter entwischen.Doch bin ich noch so weit nicht bekehrt, um eine Vor-rede ohne Ausschweifung schliessm zu können.
Die Geschichte von Deutschland hat meines Er-messens eine ganz neue Wendung zu hoffen, wenn wirdie gemeinen Landeigenthümer, als die wahren Be-standtheile der Nation, durch alle ihre Veränderungenverfolgen; aus ihnen den Körper bilden, und die gros-sen und kleinen Bediente dieser Nation als böse odergute Zufalle des Körpers betrachten. Wir können so,denn dieser Geschichte nicht allein die Einheit, den Gangund die Macht der Epopee geben, worin die Tcrritorial-hoheit, und der Despotismus, zuletzt die Stelle einerglücklichen oder unglücklichen Auslösung vertritt; son-dern auch den Ursprung, den Fortgang und das un-terschiedliche Verhältnis des Nationalcharaktcrs unterallen Veränderungen mit weit mchrer Ordnung undDeutlichkeit entwickeln, als wenn wir blos daö Lebenund die Bemühungen der Aerzte beschreiben, ohne deskranken Körpers zu gedenken. Der Einfluß, welchenGesetze und Gewohnheiten, Tugenden und Fehler derRegenten, falsche oder gute Maaßregeln, falsche oder
gute