Vorrede.
gute Maaßregeln, Handel, Geld, Städte, Dienst,Adel, Sprachen, Meynungen, Kriege und Verbin-dungen auf jenen Körper und auf deff-n Ehre und Ei-genthum gehabt; die Wendungen, welche die gesetzge-bende Macht oder die Staatseinrichtung überhaupt beydiesen Einflüssen von Zeit zu Zeit genommen; die Art,wie sich Menschen, Rechte und Begriffe allmählig dar-nach gebildet; die wunderbaren Engen und Krümmun-gen, wodurch Vermenschliche Hang dieTerrirorialho-heit empor getrieben; und die glückliche Mäßigung, webche das Christenthum, das deutsche Herz, und eine derFreyheit günstige Siktenlehrs gewürket hat, würde sich,wie ich glaube, solchergestalt in ein vollkommenes fort-gehendes Gemählde bringen laffm, und diesem ein? sol-che Füllung geben, daß der Historienmahler alle über-flüßige Groupen entbehren könnte.
Diese Geschichte würde vier Haupcherioden haben.In der ersten und güldnen war noch mehremheils jederdeutscher Ackerhvfmit einem Eigenthümer oder Weh-ren besetzt; kein Knecht oder Leuc auf dem Heer-bannsgute gefestet'"); alle Freyheit, als eine schimpf-liche Ausnahme von der gemeinen Vertheidigung ver-haßt; nichts als hohe und gemeine Ehre in der Nationbekannt; niemand, ausser dem Leut oder Knechte ei-nem Herrn zu folgen verbunden; und der gemeine Vor-steher ein erwählter Nichter, welcher blos die Ur-theile bestätigte, so ihm von seinen Nechtsgcnossen zuge-wiesen
*) d. i. dergestalt cingeseht daß er überall, als ein vollmachtliger Wach in Reihe und Gliedern erscheinen konnte.