Druckschrift 
5 (1780) Osnabrückische Geschichte, Th. 1
Entstehung
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Vorrede.

entworfen, sondern solche immer so, wie ein Bogen fer-tig wurde, in die Presse geschickt habe. Da ich un-ter sehr vielen Zerstreuungen schrieb, und niemals glaub-te, daß ich so viel als ein Alphabet auf einmal m statt-de bringen würde: so suchte ich mir gewiss r Massenmeine eigne Arbeit zu stehlen? und wenigstens alle Mo-nat einen Bogen in die D: uckerey zu liefern. Je wei-ter ich kam, j? mehr lernte ich. Allein da die Bogenimmer abgedruckt waren: so konnte ich nicht wiedereinlenken; und muß mich jetzt begnügen, wenn die Ge-schichte meiner Fehler, andre vorsichtiger macht. Fastharte ich mich entschlossen, den Abdruck ganz wieder zuunterdrücken, oder ihn doch erst blos als ein Manu-skript guten Freunden zur Verbesserung auszutheilen;es sind auch würklich bereits über zwey Jahr, daß sol-cher geruhet hat. Endlich aber wage ich es doch, ihnmit dieser Vorrede noch zu begleiten, und ihn als einenblossen Versuch dem gütigen Leser zu empfehlen.

Was ich am mekrsten fühlte, war dieses, daß un-sere Sprache eine Verrätherin der edlen Freyheit ge-worden war, und den Ausdruck vsrlohrm hatte, wel-cher sich zu meinen Begriffen paßte. Die ältesten Ge-schichtsschmber von Deutschland haben nicht in unsererSprache geschrieben, und dem starken deutschen Körperein ganz fremdes Colorit gegeben. Wie man aber an-sieng unsre Muttersprache zu gebrauchen: so hatte dieLehnsversassung die gemeine Freyheit schon geffssilt,und die Sprache der vorherigen Verfassung theils ver-dunkelt, theils zu einem andern Verstände umgebildet,

und