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5 (1780) Osnabrückische Geschichte, Th. 1
Entstehung
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Vorrede.

Zen den Anfang machen, und dann mit ermüdetem Gei-ste die Feder ansetzen, oder nur blos ein schlechtes Ge-bäude verbessern.

Vielleicht habe ich auch darin geseblek, daß ich dieCharakter der vorkommenden Personen niemals in ei-nen! besondern Gemählde entworfen, und nur sehr selteneinige Betrachtungen mit eingestreuet habe. Ich binaber gewiß, daß die erstem sehr viel von meiner eig-nen Erfindung behalten haben würden, und Halts inAnsehung der letztern dasür, daß in der Geschichte, sowie auf elnem Gemählde blos die Thaten reden, undEindruck, Betrachtung und Urtheil jedem Zuschauereigen bleiben müssen. Im Alter, und fast in jeder Pe-riode des Lebens sehen wir die Begebenheiten von einerganz andern Seite an, machen ganz neue Betrachtun-gen darüber, und vertragen diejenigen nicht mehr, wel-che uns in jungem Jahren die prächtigsten schienen.Daher thut in der Geschichte die Handlung, wennsie moralisch vorgestellet, oder mit ihren Ursachen undFolgen erzahlst wird, und schnell und stark fortgehet,eben das, was sie aus der Schaubühne thut. Sie er-weckt, nährt und füllt die Aufmerksamkeit der Zuschauermehr, als alle dabey angebrachte Eittmlehre, die oftzur Unzeit eins Thräne von demjenigen fordert, der überdie Handlung lachen muß.

Ich habe mir auch wohl nicht wenig'geschadet, daßich diese meine Einleitung, (welche eigentlich zu einer hi-storischen Logic dienen, und daher vielleicht nicht Er-zahlungSweise geschrieben seyn sollte), nicht erst ganz

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