Vorrede.
neu Lehrjahren völlig unbekannt gewesen; ich kann selbsteiniges davon anführen.
Da meine Zeit zu kurz war, so gieng ich überallunmittelbar zu den Quellen; und meine wenige Be-kanntschaft mit ihnen machte, daß ich alles neu zu ent-decken glaubte. Das Vergnügen, welches ich dabeyempfand, verführte mich zu unzähligen Ausschweifun-gen ; wovon ich mit ziemlicher Strenge eine ungeheu-re Menge nachwärcS verworfen, doch aber nach demmir vorgesteckten kleinen Ziel, noch viel zu viel beybe-halten habe.
Ein andrer Fehler ist, daß ich den Anfang zumschreiben auf Reifen während dem letzten Kriege gemacht,und mir erst jede Sache nach ihrer Möglichkeit vorge-stellet, und solche hernach zu Haufe vielleicht nicht mitgenuasamer Unpartheylichkeit gegen die Beweise geprü-fte Habs. Daher kann einiges einen scheinbaren Hangnach der Hypothese behalten haben. Denn diese psiegtihren ersten Liebhaber doch noch immer heimlich undunsichtbar zu verfolgen. Manches aber ist sicher, wieich jetzt sehe, zu weit ausgeholet; und ich hätte verschie-denes w-it näher aus der Reichsvogteylichen Verfas.sung haben können, was ich aus den altern Zeiten zuweit gesucht habe. Indessen glaube ich doch eben da-durch , daß ich auf eine sonderbare Art verfahren, undnicht sofort den gewöhnlichsten Weg eingeschlagen bin,manches auf eine neue Art gewandt, und viele histori-sche Wahrheiten möglicher und wahrscheinlicher erzah-let zu haben, als andre, welche entweder mit Samm-
* 4 len