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Güttingen, Februar 17S1.
(^o gern ich mich mit Ihnen unterhalte, so oft Sie auchmit unserm Freund Forster in den kleinen freundschaftlichenClubs, die mir meine Phantasie in schlaflosen Stunden derNacht zur Erquickung vorstellt, die einzigen Personen sind, mitdenen ich mich beschäftige, ja so gern ich sonst an Sie, meinBester, schreibe, so muß ich doch gleich zum Eingang aufrich-tig gestehen, daß ich Ihnen heute nicht würde geschrieben ha-ben, wenn ich nicht müßte. Noch immer quält mich
eine unglaubliche Empfindlichkeit, und zumal wird mir dasSchreiben schwer, und Nichts bringt mich dazu als Hunger undPflicht. Wenn ich einmal wieder Etwas drucken lasse, so willich das Motto auf den Titel setzen: non ?smso soll lami. —Heute ist es Pflicht und zwar strenge, gegen einen sehr wackernjungen Mann. Also gleich zur Sache: Es studirt jetzt hierein sehr seiner junger Holländer, ein geborner Utrechter, Na-mens Wolfs, der bereits Dotter ist und eine sehr schöne Oiss.Uisoellsnea philosophier srgumenti geschrieben hat. Dieser,ein großer Bewunderer Ihrer Verdienste, wollte gern einigeZeit, größtentheils Zhrentwegen in Mainz zubringen, denn ei-gentlich ist er Arzt und Physiologe. Allein er will anders nicht,als wenn er bei Ihnen im Hause wohnen und außer IhremUnterricht auch Ihres Umgangs genießen könnte. Könnte ermit Ihnen speisen, desto besser. Nun, bester Mann, soll ichSie fragen, ob Sie so Etwas thun wollen, und wenn diesesder Fall wäre, so wünscht er einige Nachricht von Ihren undAnderer Borlesungen im künftigen Sommer. In allen Fällenaber find Sie so gütig und geben mir mit umgehender PostVIII. 20