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Götlingm, dm 22stm März 1781.
Ä.m vergangenen Montag hatte ich eine Abhaltung von einerganz eigenen und unerwarteten Art, der Herzog von Weimarbesuchte mich. Ein Kriegsrath, der ihn meldete, sagte mir zwar,er würde nur eine halbe Stunde bleiben, allein er blieb zweigeschlagene Stunden, und hierüber und die nöthigen Präparatio-nen habe ich Alles müssen liegen lassen. Meine Versuche ha-ben ihm außerordentlich gefallen, und meine Maschine ging andem Abend so, wie ich sie selbst noch nie gesehen habe. DieMaterie strömte so außerordentlich zu, daß wir schon von denDielen der Stube isvlirt wurden, welches ich noch nie er-lebt habe.
Die Zeitung, worin des Hrn. Hofr. Heyne bewußte Re-cension steht, ist wegen einer Verspätung mir der Zugabe erstgestern, und doch ohne Zugabe, ausgegeben worden; ich kannalso nicht eigentlich sagen, wie bald sie nach Hannover kommenwird. Die nöthigen Anekdoten will ich Ew. Wohlgebor, künftigeinmal beschreiben. Das Pflaster hat, wie ich höre, gezogenund schmerzt.
Hier grassiren die hitzigen Gallenfieber etwas. Gestern istein Student aus Lüneburg begraben worden, der daran gestor-ben. Er hat seinen Tod einem Recidiv zu danken, das er sichdurch allzusrühen Ausgang beim neulichen schönen Wetter zu-gezogen.
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