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Aufstehen eine Ohnmacht und übergab sich hernach auch eben soheftig. Der Speisewirth betheuert und schwört, er habe keinKupfergeschirr; ich weiß also die Sache nicht zu erklären. ZuMittag aßen wir gestern nichts, hingegen stellte sich bei mir um3 Uhr Abends ein sehr gesunder Appetit ein, den ich auch gleichmit 8 Sardellen und Zwiebeln mit Essig und Baumöl stillte,worauf ich so wohl wurde, daß ich mich heute besser befinde,als seit 8 Tagen her. Ich habe also auch weiter nicht inqui-rirt; wäreich türkischer Kaiser gewesen, so wäre verrnuthlichjetzt schon der Vezier abgesetzt, und ein paar Bascha's strangu-lirt. Übrigens war dieser Unfall doch Schuld, daß ich HrnHofr. Brandes gestern nicht habe besuchen können.
In uuserm Hause liegt ein Hr. v. Tscharnrr, aus einer derersten Familien in Bern, auf dem Tode. Nach Baldingers Ver-ficherung ist an kein Aufkommen zu gedenken. Der Menschjammert mich sehr, und alles das Leichengetöse im Hause zuhaben, ist auch keine angenehme Aussicht, zumal wenn man,wie ich, allein schläft. Man hat ihm vor 3 Wochen viele El-len von einem Bandwurm abgetrieben, worauf er in dieseKrankheit verfiel, wobei er sehr raserez nun aber scheint dieNatur capitulirt zu haben.
Den 28. Ottob.
Hr. v. Tscharner lebt noch und Hr. Prof. Slromeyer gibt so-gar wieder Hoffnung.
Heute haben wir Jahrmarkt und Regenwetter, so schön,als es nur das Sprüchwort verlangt.
Heinrich hat drei französische Caper gesehen, sie hattenaber nicht Lust anzubeißen; verrnuthlich haben sie gewußt, daßer auf dem Paquetboot gewesen.