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Güttingen, dm Sien Januar 1777.
Unvermutbete und ziemlich seltsame Besuche haben mich ab-gehalten Ew. Wohlgebor, am vergangenen Posttage zu schreiben.Ich wurde kaum um 6 Uhr frei.
Philadelphia ist hier und hat diese 3, 4 Tage über in Ge-sellschaften von 3« Personen, jede ü 1 Thaler, gespielt; ichhabe mich aber zweimal, da ich zu solchen Gesellschaften gezo-gen werden sollte, entschuldigt, heute aber spielt er auf demKaufhause, und da bin ich dabei, habe auch schon mein Billetin der Tasche, man muß die Leute auf ihrer eigenen Stubesprechen. Er wird indessen eine gute Menge Geldes hier weg-ziehen.
Aus Uberzeugung, daß es Ihnen nicht unangenehm seinwird, habe ich einen Bovendenschen') Komödienzetlel in origi-nali, so wie er mir überbracht worden, beigelegt; es steht dar-auf: zum letztenmal, und ich wünsche und hoffe, daß es wahr ist.
Ich habe mein Logis verändert und von einem Ende desDiererichschen Hauses an das andere gezogen, wo ich mehr Platzhabe, der mir sehr fehlte. Ich bin jetzt der nächste Nachbarvom Hrn. Prof. Büttner, so daß wir einander pochen können.
Mein Schreibtisch steht gerade über der Druckerpresse, wor-in die Göttingische Zeitung gedruckt wird, welches mich anfäng-lich nicht wenig incommodirte; jetzt bin ich es gewohnt, und inden Feierstunden glaube ich, es fehle mir Etwas. Nachdem ichmeine Stube einen Tag bewohnt hatte, dachte ich wirklich, ich
") Bovenden, ein Flecken nahe bei Göttingen, vergl. Nr. 11. die-ser Briefe.