Druckschrift 
2 (1867)
Entstehung
Seite
219
Einzelbild herunterladen
 

219

der Herrnhäuser Kunst. Hr. Bolton macht noch ein Geheim-niß daraus; ich habe aber so viel gesehen, daß der Stiefel obenzu ist, und daß die Stange des Embolus so genau in die Öff-nung eingeschmiert ist, daß die Lust nicht auf den Emboluswirken kann, die ihn bei allen Londonschen allein hinuntertreibt; Hr. Bolton, der also das Gewicht der Atmosphäre, dasbei anderen Maschinen so nöthig ist, ausschließt, drückt alsovermuthlich den Embolus auch durch Dämpfe wieder nieder;dieses ist vermuthlich das Geheimniß. Da die Kraft, die ein-geschlossene Dämpfe ausüben, fast gar keine bekannte Grenzenhat, so kann er so viel Wasser auf einen Zug haben, als dieFestigkeit der Maschine zuläßt. Ich muß nicht vergessen zu er-innern, daß die 112 Pfund Kohlen den Hr. Bolton auf derStelle etwa 14 Pfennige hannoverschen Geldes kosten. Ichhabe da eine seltsame Pumpe gesehen, die das Wasser nichtdurch den Druck der Lust, auch nicht durch Dämpfe hebt, reich-lich, aber nicht sehr hoch. Aus allem diesen erhellt, warumman die sogenannten Birminghamer Waaren in Berlin undSlraßburg wohlfeiler kauft, als in London selbst. Hr.Bolton und seine Kausieute in London, für die er allein inEngland arbeitet, haben sich über einen gewissen Profit vergli-chen und machen den Preis in England, der mit einem solchenProfit verbunden ist, daß die Ausländer, die ihre Sachen zuSoho nehmen, nach der großen Fracht, sie doch noch wohlfeilerverkaufen können, als der Londonsche Kaufmann.

Nächst dieser sah ich Clay's Manufaktur von lackirter Ar-beit; wo nämlich die vortreffliche lackirte Eisenwaare, die mannun auch in Braunschweig nachmacht, verfertigt wird; fernerpapierne Dosen, Theekästchen, Blätter zu Kutschen und Port-chaisen, denn in London fährt man jetzt in papierncn Kutschen.