Druckschrift 
2 (1867)
Entstehung
Seite
217
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rer. Ich stieg also glücklich hinunter und bekam auch Nachfol-ger. Wir wurden allerdings von diesem Springer nicht weniggeworfen, und unsere am Bord des großen Schiffs gebliebene»Compagnons konnten uns zuweilen gar nicht sehen, so wie ichdie obigen Passagiere, allein ich stieg auch hier wieder mit dergemachten Erfahrung heraus: Es sieht gefährlicher und schwe-rer aus, als es ist. Die Gesichtsfarbe Eines unter uns fingzwar an, etwas in das Citrongelbe zu spielen, es ging aberdoch noch gut ab. Ich muß gestehen, die heftigen kurzenSchwankungen eines kleinen Boots sind mir nicht so ver-drießlich, als die langsamen und majestätischen eines großenSchiffs, bei den ersteren geräth man leicht in ein Lachen, aberbei den letzteren sehen sich die Passagiere, gleichsam wie begei-stert, einander an und wissen nicht, wie ihnen geschieht, undwenn man einmal so weit ist, so thut man am besten, daßman zu Bette geht.

So eben schlägt es 8 Uhr des Morgens, und ich muß nachdem Observatorio gehen. Wenn ich Ihnen erst einmal erzähle,was mir oben auf Helgoland passirt ist, so werden Sie gewiß la-chen, denn da hat sich ein Borfall ereignet, der wieder ein er-ster für mich in diesem Leben gewesen ist, und ich wollte mirwohl einen zweiten solchen verbitten, zumal wenn die Neben-umstände weniger ergötzend sein sollten. In meinem nächstenSchreiben werde ich Ihnen ein Brouillon davon übersenden,ausmalen will ihn, wenn ich einmal die Ehre haben werde,Ew. Wohlgebor, persönlich aufzuwarten.