Druckschrift 
2 (1867)
Entstehung
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206
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Höbe anzustellen. Er und sein Freund, ein Herr Benzenbergaus Düsseldorf, von gleichem Eifer für die Naturlehre, fingenalso damit an, sich eine so dctaillirte Sterncnkenntniß zu er-werben, daß sie ohne viele Verglcichungen anzustellen, sobaldeine Sternschnuppe an einem Orte verschwand, auf der Him-melskarte mit der Nadel den Ort angeben konnten. Wie weitsie es nach einer 4- bis 5-wöchigen Vorbereitung hierin gebrachthaben, hat der Erfolg gelehrt. Nun ging die Arbeit an. HerrBcnzenbcrg nahm seine Station am Kirchhofe zu Clausbergund Herr Brandes an der andern Seite unsers kleinen Thals,nämlich zu Ellershausen. Diese Standlmie beträgt nachgenauen Messungen etwa (denn ich schreibe aus dem Gedächt-nisse) 27000 Pariser Fuß, und als sie fanden, daß mancheSternschnuppen hier noch eine so geringe Parallare gaben, daßsie innerhalb der Fehlergrenzen ihrer Methode fiel, so verlän-gerten sie die Standlinie noch nach dem Dransberge hin, etwaauf 43000 Pariser Fuß. Nun stiegen die beiden Physiker je-den heitern Abend nach ihren Stationen und verweilten dieNacht durch bei einer Laterne auf dem freien Felde, und zwarim Oktober, wo die heitern Nächte oft schon kalt waren. Dasie ibre Untersuchung bekannt machen werden, so will ich Ew.Wohlgeboren mit ihrer Methode sich pünktlich von der Identi-tät der Sternschnuppen zu übenzeugen hier nicht aufhalten. Siesind geometrisch richtig. Ich führe nur einige Resultate an.Einige fanden sie über 30 Meilen hoch, und wo ich nicht irre,eine über 40 und weiter herab, doch nicht unter 2 Meilen.Viele hatten eine Geschwindigkeit von 4 bis 5 Meilen in einerSecunde, angenommen, daß ihre Bahn senkrecht auf die Ge-sichtslinie stand. In jedem andern Falle würde sie noch großergewesen sein. Einige fielen nicht, sondern stiegen auf.