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2 (1867)
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von Blitz noch dem Donner Etwas vernommen. Ja ein drit-ter Kerl, den das erschlagene Pferd durch seinen Fall umwarf,konnte nicht begreifen, warum die Pferde fielen, hatte also auchvon dem Schlage Nichts vernommen. Ich weiß nicht, ob Ew.Wohlgeboren je den Donner zu einem Gegenstande Ihrer Un-tersuchung gemacht haben. Mir ist Vieles darin unbegreiflichgewesen. Jetzt habe ich einige Gedanken darüber, die mich be-friedigen, und die ich Ew. Wohlgeboren, wenn Sie befehlen,einmal mittheilen will. Ich habe bei dieser Gelegenheit michhauptsächlich um den Donner bekümmert, denn ich glaube,der Weg der Blitze ist keiner wettern Untersuchung, oder nurkaum Werth. Ich habe über diesen Donner sehr gute Nachrich-ten, darunter eine von Herrn Hofrath Kästner, der dem Han-del sehr nahe war. Ein Student befand sich gerade gegenüberund war so ruhig und instruirt, daß er sogar nach dem Pen-del obscrvirte. Der nächste Blitz vor dem fürchterlichen Schlagehatte 13 Strunden Zwischenraum zwischen sich und dem Don-ner, das war also vollkommen eine V2 deutsche Meile entfernt.Dieser Mensch hörte nichts als zwei Kanonenschüsse plötzlichhinter einander, so daß er weder zwischen dem Blitze und denSchlägen, noch zwischen den beiden Schlägen eine Zeit anzuge-ben weiß. Herr Hofrath Kästner, der etwa 30V Fuß von demOrte entfernt war, hörte nur einen einzigen Schlag, der unterdem Feuer eines röthlichen Blitzes entstand. Magister Bohnen-berger, ein Sohn des Elektrikers, ein vortrefflicher Mathemati-ker und kaltblütiger Beobachter, sah gerade auf die Stelle. Ermochte SOO Fuß davon entfernt sein. Dieser hörte vorher einZischen ganz deutlich, alsdann nur einen einzigen Schuß. Ichmochte etwa 2^ Tausend Fuß von dem Orte entfernt sein undhörte den fürchterlichen Schlag. Bei mir endigte sich der