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18.
Göttingen, den K, Aug. 178s.
Wohlqeborner Herr,
Hochzuverehrender Hr. Commerzrath!
^he ich Ew. Woblgebor. auf Ihren vortrefflichen Brief ant-Worte, muß ich Ihnen erst meine innigste Freude über IhreErhebung zu der neuen Charge bezeugen. Ich nehme gewißden herzlichsten Antheil daran, und der Umstand, daß man beider Wahl auf Sie gedacht hat, gibt mir von den Dircctoreneinen sehr hohen Begriff, und daß Sie sich der Sache unterzie-hen, macht mir das ganze Institut ehrwürdig. Ich füge nunnur noch die Briefschlußformel des seel. Cicero hinzu: cura ut>ni«z->s, so wird Alles gut gehen.
Sie haben wohl Recht, der Besuch des Hrn. Herschel ver-hielt sich für mein Gefühl zu dem von Hrn. L. wie der maje-stätische Aufgang des vollen Mondes an einem Sommerabend,zu dem Tanzen eines Jrrwisches in einer Herbstnacht, oderwie Natur und Grillenfängerei. Die Gesellschaft des Manneshat mir unendliches Vergnügen gemacht. Was er nicht nochthun wird, wenn er sein großes Teleskop, woran der Hauplspie-gel 1035 Pfund wiegt, fertig bekommt! Er wird das für denHimmel werden, was Louwenhoeck für die Erde war, und dieKometen werden wie die Insekten nicht mehr gezählt werdenkönnen.
Nun Etwas zur Vertbeidigung Lavarers. — Sie müssenaber ja nicht glauben, daß mich die jesuitische Influenza befal-len, sondern ich sage nur was Recht ist. Nikolai ist gewiß mitNachrichten betrogen worden, vielleicht gar (welches mir leidthun sollte) von muthwilligcn Leuten. Lavaier schwört, er