Druckschrift 
2 (1867)
Entstehung
Seite
154
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überzeugt bat. Um dem Lehrer, der selten hinlänglich dazu be-soldet ist, die Sache zu erleichtern, haben auch die meisten Uni-versitäten öffentliche Appararus, und Greifswald sogar außerdemnoch eine jährliche Summe sür sernere Anschaffung und Repara-turen zu verwenden. Bern, welches eigentlich nur eine hoheSchule hat, deren Lebrer Professores heißen, hat neulich einemgewissen Herrn Tralles, meinem Schüler, den ich datzin gebracht,eine Summe von övv Carolinen zu den neuesten Instrumentenverwilligt, denn es ist wirklich schon ein Nolletscher Apparat dagewesen. Hier aber auf der Königin der Universitäten wirdwenig oder nichts m diesem Fach gethan. Ich kann mich rüh-men, daß ich tue Sache wirklich hier wieder etwas in Aufnahmegebracht habe, der Zulauf zu mir ist so groß, als ich ihn nurverlangen kann. Da sich sonst bei mir vor Ostern kaum 7 oder8 aufgezeichnet hatten, so habe ich jetzt (heule) schon einen nume-rum von 60, und darunter eine Menge, die gewiß keine Anfän-ger sind. Vergangenes halbes Jahr hat sogar der Hofrath Mur-ray über einige Kapitel bei mir gehört und ist förmlich mit sei-nem Lompeiulio in die öffentliche Stunde gekommen und hatsich unter den Peuschen niedergesetzt. Der I'rvlvssor Lkomi-xz hatsogar ein Haus und Laboratorium erhalten; er ist ein gelehrterMann, aber über seine Versuche wird sehr geklagt, sie sind allezu kärglich und mikroskopisch, und kommt daher öfters garnichts heraus. Wäre es nicht möglich, Königl. Regierung dahinzu bewegen, daß für Physik auch Etwas gethan würde? Ich ver-lange es ja nicht für mich, es bleibt ja Alles bei der Universität.

Sollte ich sterben, so werden meine Instrumente gewiß zer-streut, und alsdann kann ein anderer Professor wieder 10 Jahresammeln, bis er es dahin bringt, und hat er nicht die natürlicheNeigung, die ich habe, Alles, was er entbehren kann, hierauf zu