Druckschrift 
2 (1867)
Entstehung
Seite
146
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Gelegenheit gibt, nach 12sähriger Bekanntschaft Ew. Wohl-geboren für Ihre vielen Louisd'vrdienste einmal einen Pfennigs-dienst zn erweisen.

Cziechansky verkaust eigentlich keine Luft, wenigstens kanner keine verkaufen, wenn ich ihm nicht dazu behülflich bin,welches ich ihm freilich nie verweigere; indessen läge doch seinHandel, wenn sich einmal der Fall ereignete, daß ich selbst außerStand wäre, ihm mit dem Röthigen beizuspringen. Ich gebeihm meinen Ofen, und weil noch allerlei Geräthschaft nöthig ist,um sich wenigstens die Sache zu erleichtern, so gebe ich ihmauch meinen Saal, und bin, wegen des Feuers abwechselnd mitdabei und helfe. So ist die Luft gemacht worden, die HerrSecretair Wolff von ihm empfangen hat, und so soll auch diegemacht werden, die Sie mit der fahrenden Post erhalten werden.

Ich werde Ihnen eine ziemliche Menge schicken, denn mit6 Quartier ist nichts auszurichten, auch könnten schlechte Bou-teillen darunter sein. Ist die Lust sehr gut, so gewinnt derVersuch gar sehr dadurch, daß man mehrere Federn so wie auden englischen Kutschcnfedern über einander mit Eisendrath bin-det. Um dem Prinzen eine rechte Augenweide zu machen mitdem Versuch mit dem Phosphorus, so färben Ew. Wvhlgcborenetwas Wasser in einem großen weißen Zuckcrglas mit etwasFernambouk-Decoct rotd, so daß es noch seine Durchsichtigkeitvöllig behält, und stecken, wenn der Phosphorus kommt, dieebenfalls weiße Flasche in dieses Wasser. Ich würde einer sol-chen Spielerei gegen Ew. Wohlgeboren nicht einmal erwähnen,wenn es nicht bei Gelegenheit dieses Besuchs wäre, und wennder Anblick nicht Alles überträfe, was Sie sich denken können.Ich gerieth ganz von ohngefähr darauf, als der Fürst v. Galli-zin bei mir war. Es stand zufälliger Weise ein solches Glas