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4.
Güttingen, den Lösten Decebr. 1777.
^ch weiß, Sie vergeben mir, mein lieber Hr. Kriegssecretair,daß ich einen so angenehmen und vortrefflichen Brief, als denIhrigen, so spät beantworte. Damals, als ich Ihnen eine frü-here Amwort als gegenwärtige versprach und versprechen ließ,brachte ich natürlich nur die vorauszusehenden Abhaltungen inRechnung, allein zu diesen haben sich, wie es dem Menschen inden meisten Dingen, zumal in proplmtico - praeticis zu gehenpflegt, so viele und mancherlei unerwartet gesellt, daß ich ge-rade heute erst Zeil bekommen habe, mein Versprechen zu er-füllen.
Ich folge in meiner Antwort der Ordnung, die Ihnen inD ero gütigster Zuschrift beliebt hat, und fange mit dem Ti-mor us an. Der Beifall, den Sie dieser an vielen Stellenunbändigen Schrift schenken, ist mir gewiß einer der unschätz-barsten, da ich weiß, wie wenig Sie sich durch Wörtcrkramund Oberflächen läuschen lassen. Ich wollte einmal einen Ver-such machen, ob ich eine Ironie, ohne mich zu vergessen, durchein paar Bogen durchführen könnte, und wie sich das ausneh-men würde. An den beiden Proselyten war Nichts verloren,denn es sind wahre Schelme gewesen. Der Hauptfehler ist, ichhabe das Werk so ganz heiß, wie es aus der Esse kam, den!Publikum übergeben, ich hätte billig erst das Löschfaß darüberspielen lassen müssen. Auch fehlt es ihm an specssischer Schwere,die Haupllugend jeder Schrift, und hauptsächlich satyrischer,die nicht bloß Candidaten, sondern auch denkenden Köpfen ge-fallen sollen. Unter ein paar Exemplare, die ich verschenkthabe, schrieb ich daher allemal die Verse des Ovid:
Vlll- S