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Güttingen, den 16, April 1781,
hierbei habe ich die Ebre Ihnen, werthgeschätzter Freund, einevon den gütigst aufgetragenen Recensionen zu übersenden, hof-fentlich nicht allzuspät. Die Übersetzung von Sigauds Cabinelhabe ich hier nicht auftreiben können. In den Buchlädcn ist sienicht, und auf der Bibliothek werden Übersetzungen solcherWerke, wenn sie sich nicht durch gute Zusätze auszeichnen, garnicht angeschafft. Man begnügt sich mit den Originalen.
Den Übersetzer von des Fürsten Gallitzin Schriften habe ichfür sebr nöthig erachtet, den Verlegern in Deutsch Böotien zumleidigen Erempel, und dem Leser zu einer kleinen Unterhaltung,von unten heraus lebendig zu recenfiren. Ich habe wirklich inmeinem Leben nie etwas Entsetzlicheres gesehen. P. sollte sichbesser vorgesehen haben, da zumal die Fürstin Gallitzin großen-thcils in Münster lebt und ein Mann, derein physivgnomischesCabinet verlegt hat, wie mich dünkt, einem solchen Übersetzeran Gesicht und Rock hätte ansehen müssen, daß er nichts taugt.
bme mir sobald als möglich einige andere Titelaus, weil ich jetzt und den ganzen Sommer Zeil genug in denMorgenstunden habe, sollte ich einige darunter nicht auftreibenkönnen, so will ich es gleich melden, und Sie sollen sehen, ichwill fleißig sein.
Das Bild von mir, das ich Ihnen geschickt habe, ist eineCopie, die aber dem Originalgemälde so ähnlich ist, daß ichund Andere über die Genauigkeit und Treue erstaunt sind. Siegleichen sich wie zwei Abdrücke von derselben Platte. Nur istdas Original sdas von dem bekannten Abel ist) etwas flüch-tiger in einer eignen Manier mit Wasserfarben und trocken vcr-