33
18.
^ Göttingm, den 30. Sept. 1788.
^n der größten Eile empfehle ich Dir Überbringern Dieses,Herrn von Hinüber, aus einer der ersten Familien diesesLandes, ein junger Mann, der mir die größte Gefälligkeit er-zeigt Hut, und vor Begierde brennt, mir ferner zu dienen.Thue doch Alles für ihn, was Du kannst, liebster Freund, Dukennst mich und weißt, daß ich mich nicht zu Recommandatio-nen dränge, dieses sind unvermeidliche Dinge, und conüitionessine czuibus > <> X.
Lebe wohl, ich habe nicht eine Minute zu verlieren. Ka-lender, Kalender ehestens, wie Blätter im Herbste, oder Fliegenim September.
19.
Göttingcn, dm IL. April 1730.
Endlich, mein liebster Vetter, schreibe ich wieder. Wollte Gott,es wäre dieses Endlich auch endlich einmal etwas ganz Gu-tes. Krank bin ich noch immer, jedoch ist mein Leiden sehrviel erträglicher, und dafür danke ich dem Himmel. Noch istder Ausgang ungewiß. Ich falle bei herzlichem Appetit sehrvom Fleische, (denn daß ich wirklich Fleisch auf dem Leibe halte,habe ich im Ernst bei dieser Gelegenheit als eine große Neuig-keit erfahren), allein ein eigentliches Fieber ist nicht da. Ichfahre nun täglich aus, wiewohl mit der Nachtmütze und imPelz, und denke im Ernst in 14 Tagen meine Collegia anzufan-gen. Ich habe diesen Entschluß gefaßt, um meinen Freundenihr stärkstes Argument wider meine Schwindsucht zu entkräften:VIII. z