»
»t! b. Die Schreib-Art des Geschlechrs-Namens betreffend, so behielt diese brsneke fastdurchgehends den ursprünglichen Namen Moltzan bey, und ahmte der Freyherrlich MaltzanschenLinie auf Wartenberg und Militsch in Schlesien, hierinn fast gar nicht nach.
Nur ein einziges Individuum macht, soweit man aus hiesigen Acten darüber urtheilen kann,eine Ausnahme, und dieses ist grade das letzte Glied derselben, nämlich der vorhin genannteund im Febr. 1722 ohne männliche Leibes-Lehns-Erben verstorbene Lieutenant und titel. Land-Marschall Christof Friedrich von Moltzan auf Tarnow «üb A 2. b., welcher nach dem Zeugnißseines weiter unten in dieser ersten Abtheilung selbst, §. 12., erwähnten, bey Herzoglicher Re-gierung zu Schwerin übergebenen Vortrags ä. «!. Tarnow 20. März 1713 (Orig.),sowie auch in verschiedenen andern Lxbibiti«, nicht nur sich selbst zuweilen Maltzan schrieb,sondern auch von verschiedenen Vettern also genannt wurde.
sä e. Was den Wapenschild dieser Ulrichshausenschen brsnclie betrifft, so stimmen dievon zwey Individuen derselben im Abdruck hier nur aufbewahrten Siegel mit den Wapensiegelnder übrigen Linien dieses Geschlechts, im Wesentlichen, oder im Betreff der eigentlichen Wapen-bilder vollkommen überein, und führen in einem Schilde rechts zwey rechtssehende Hasenköpse,und links eine Rebe mit einer Traube und zwey Blättern; als Unterscheidungs-Merckmahleaber finden sich in dem einen solcher Siegel, welches dem Stifter dieser brsuobe, nämlich UlrichMoltzan auf Ulrichshausen w. sub IV. S. 1. gehört, und wovon drey in Nebendingen etwasabweichende Abdrücke hier aufbewahrt werden, über dem Wapenschilde theils die Buchstaben:0. AI. (Olricus Moltzan) theils die Buchstaben V. AI. (Vlricus Moltzan) und in dem andernSiegel, welches sein Ur-Enkel, der vorhin-genannte Land-Marschall Adolf Friedrich Moltzan aufGrubenhagen sub st- 3. s. führte, dessen Wapenschild seitwärts mit Schnörckelwerck und obenmit einem Helme verziert ist, auf welchem die Anzahl der Federn nicht deutlich zu erkennen ist,zu beiden Seiten der Federn die Buchstaben ^ — As.
(Siehe die sechste Moltzansche Geschlechts - Tafel.)
Erste Abtheilung.
8 i.
sä IV. K. 2. Wedege Moltzan zu Rothenmohr,
Bürge, als Kontribuent zu Ablegung der Herzog-lichen Schulden, und als Gläubiger seines Vater-TZ bruders Chrisostomus Moltzan sub IV. f. 4.
Dieser Wedege Moltzan zu Rothenmohr sub IV. S. 2., welcher zuerst in einer von(seinem Vaterbruder, dem Herzoglich-Mecklcnburgschen Rath und Erb-Marschall) Dietrich Moltzan(auch Maltzan) auf Grubenhagen sub IV. f. 1., an den Herzog Heinrich zu Mecklenburgunterm ästo Grubenhagen 1550 Freitag nach Egidii (5. Sept.) ausgestellten Original - Ver- ^ 6- Gruben-schreibung auf 200 fl., nebst seinem ihm voraufgehenden Bruder Ulrich Moltzan auf Gruben- FreUa/nachHagen (nachhin auf Ulrichshausen) sub I V. S. 1., als Bürge, wiewohl hier noch nicht als auf Eg>d»(>Spt.)Rothenmohr gesessen erscheint, wird seligen Lütke Moltzans (auf Grubenhagen sub IV. s. 3.)
Sohn genannt,
zuförderst von dem Herzoge Johann-Albrecht zu Mecklenburg in einer unterm ästo Schwerin Schwerin1556 Michael., an Johann-Gans, edlen Herrn von Putlitz und Matthias Jagow auf Anlosen,ausgestellten Schuld-Verschreibung auf 4000 Rhnschc Goldgulden und 6 p.O. Zinsen, worinner als Bürge und mit seinem gegenwärtig noch anhangenden unversehrten Siegel, wenngleichauch noch nicht als auf Rothenmohr gesessen, auftritt;
Orig. in hochdeutsch. Spr.hiernächst in vier, in den Jahren 1558, 1559 und 1561 angefertigten Verzeichnissen derjenigenadlichen Guts-Besitzer, welche ihr für die Jahre 1555 bis 1560 bewilligtes fünfjähriges Hülf-geld zu Ablegung der Herzoglichen Schulden ausgegeben, und wieviel ein jeder noch schuldig,woselbst er schon, als auf Rodemohr gesessen, aufgeführt steht,
und zuletzt in ^etis, das in den Jahren 1569 bis 1575 verhandelte Debitwesen (seines Vater- IS69 — 1375.bruders des Erb-Marschalls) Chrisostomus Moltzan auf Grubenhagen sub IV. f. 4. betreffend,woselbst in einem Verzeichniß der liquidirten Schuld-Pöste, nicht nur ein Lüdeke Moltzan (aufGrubenhagen sub IV. f. 3.) und dieses Lüdeke Moltzans bereits verstorbenen Sohnes UlrichMoltzans (auf Ulrichshausen sub IV. S. 1.) Erben, sondern auch dieses Ulrich Moltzans BruderWedege Moltzan auf Rodemor, wegen einer Forderung von 41 Gold-Gulden, genannt worden.
Anmerckung.
Wedege Moltzans auf Rothenmohr sub IV, S. 2. unmittelbare Abstammung von Lütke