„untergeordneten Osfiz innren und verdientauf„ alle Weise befödert und geschützt zu werden."
Diese treffliche Aenßerung deutet zugleich auf di> Quellehin, aus welcher die meisten und drückendsten Beschrankun-gen der Presse herfließen. Es ist „ die N a ch l ä ssi g k e i tund der bvseWille der u »tergeord »eren Qffi-zianten," manchmal aber auch der übergeordnetenoder höher n. Für nachlässige oder böswillige Beamte istfreilich die Preßfreiheil eine sehr lästiae Sache, und dahersind jene eben die geschworensten Feinde derselben. Aberdas beweist ja eben, daß die Preßfreiheit überhaupt eineherrliche Sache sei, wenn sie auch in emzelen Fallen garsehr gcmisbraucht werden kann. Darum haben auch dietrcuesteu und redlichsten Dwncr ihrer Fürsten der P.eßsrci-hcit stets das Wort geredet. So sagte einst der berühmteMinister Friedrich's des Großen, Graf von Herzberg:„Jeder Staat, der seine Handlungen auf Weisheit, Kraft„und Gerechtigkeit gründet, gewinnt allemal durch Publi-„zirar, wodurch jene ins helle Licht vors Publikum gesetzt„werden, und welche nur denjenigen Regierungen gefahrlich„ist, welche dunkle und versteckte Schleichwege lieben."
Doch genug der Autoritäten! Denn wer einmal diePreßfreiheit nicht liebt, den werden weder die triftigstenGründe noch die glänzendsten Autoritäten vom Wcrthe der-selben überzeugen. In solchen Dingen geht der Weg zumVerstände mir durch das Herz.