ad die flüchtige Rede wird verhallen am Orte und imugenblicke ihrer Geburt und weder auf entfernte Räumeoch in entfernte Zeiten wirken. Man nehme ihnen aberach noch die Sprache oder das lebendige Wort, wo-cm die Schrift nur ein rodtes Abbild ist, das erst vomleiste seine Belebung erwartet; und sie werden starrad dumm in die Welt hineinschauen und leben gleichm Thicren im Walde. Ohne Sprache und Schrift gibtl daher keine wahrhaft menschliche Kultur, und wererlangt, daß die Menschen vernünftig handeln sollen,uß ihnen auch das Spreche» und Schreiben gestatten.
Aber hier kommt uns sogleich die alte Klage über denkisb rauch der Sprache und Schrift entgegen. Die-Misbrauch, sagt man, schadet der menschllchen Kul-r selbst, indem er gefährliche Jrrthümee verbreitet unde Menschen zum unvernünftigen Handeln verfuhrt;
es hat sich dieser Misbrauch ins Unendliche erweitertid ist dadurch um so gefahrvoller geworden, seitdeman auch die Kunst erfunden, mittels des Preßbengelsi viele tausend, räumlich und zeitlich, weit von ei»an-r entfernte Menschen ans einmal zu schreiben, und soce Gemürher mit den Gedanken und Empfindungen ei-s Einzigen wie mit elektrischen Schlägen zu durchdrin-n. Ebendarum, schließt man weiter, ist es »vthig, se-il Prcßbenqcl umer polizeiliche Aufsicht zu nehmen undn gewisse Zügel anzulegen, damit nicht Sprache undchrifr, die eigentlich nur dem Guten dienen sollen, inerkzeuge des Bösen verwandelt werden. Beschrän-kt g der Preß freiste it von Seilen des Staats