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sä I V. L. Lüdeke Moltzan Pfandnehmer von Pentzlin,
sonstige seine unmittelbare Abstammung von dem RitterBerend Moltzan 8 üb IV. ^ documentirende Urkunden,sein Ableben, seine Gemahlinn, und seinen hint erlassenenSohn betreffend.
Vorstehende Memorien-Stiftung für die Klosterkirche zu Jvenack ist nun die letzte Urkunde,welche von des Ritters und Herzoglich - Pommerschen Marschalls Berend Moltzan de Oysta8ub IV. hinterlassenem Sohne Lüdeke Moltzan 8ub IV. R., Pfandnehmer von Pentzlin,spricht, und zugleich nicht nur documentirt, daß derselbe schon vor 1. Nov. 1427 gestorben undin der Kloster-Kirche zu Jvenack beigesetzt, sondern auch bezeugt, daß seine darinn genannteGemahlinn Anna gleichfalls vor I. Nov. desselben Jahres mit Tode abgegangen, und eben-daselbst begraben worden.
Sowie obige seit dem Jahre 1373 ihn nennende und betreffende Urkunden seine unmittel-bare Abstammung von gedachtem Ritter :c. Berend Moltzan 8ub IV. .V hinlänglich erweisen, sosprechen auch noch drey andere, eigentlich nur die Moltken zum Strietfelde betreffende plattdeutscheiZW ?' Nov Original-Urkunden vom 7. Nov., 7. Nov. und 27. Dec. 1385, in denen er als Gelübds-l38S,'27. Dec. Empfänger erscheint, sehr deutlich von solcher seiner Abstammung, weil er ausdrücklich des RittersBerend Moltzan Sohn darinn heißt.
Von seinen beiden bisher verschiedentlich schon vorgekommenen Söhnen, nämlich: JoachimMoltzan 8ub IV. 0. 1., der als Archi - Diaconus zu Demmin und früher als Kirchhcrr zuBarth den geistlichen Stand erwählt hatte, und dem Marschall Heinrich Moltzan 8uii IV. 0. 2.,Mit-Pfandnehmer Pentzlins, ist letzterer, wenn derselbe seinen Vater auch nicht lange überlebtzu haben scheint, hier von vorzüglichem Interesse, weil derselbe sein Geschlecht fortpflanzte, dieWoldeschen Güter erblich acquirirte und mithin der eigentliche Stifter der Woldcschen Linieward, und weil er in der Woldcschen Linie der erste ist, der das Marschall-Amt im Fürsten-thum Wenden bekleidete, wie solches alles die nächstfolgenden vier Paragraphen zeigen.
§. 4.
sä IV. d. 2. Heinrich Moltzan Marschalck (Pfand-Inhaber von Pentzlin),
stiftet zu seinem, seiner Eltern und seines Geschlechtes An-dencken, eine Memorie im KlosterBroda, durch Ueberl-assungvon 4 Höfen und 9 Hufen in des Klosters Dorfe Weytin,und von 2 Höfen und 4 Hufen zu Nien-Reese, an solchesKloster.
1328 3°zu!'g" Heinrich Moltzan, Marschalck, bekennet, daß er dem Kloster Broda nicht nur 4 Höfe und'9 Hufen in desselben Dorfe Weytin wieder gegeben,ferner, daß solches Kloster ihm dafür die von demselben bisher aus Mallin genossene jährlicheHebung von 29 Marck Geldes abgetreten habe und ihm auf seine Lebens-Zeit für seinen dem-selben zu leistenden Schutz, jährlich 19 Tonnen Meth geben wolle,
sondern, daß er demselben für 299 Marck auch 2 Höfe und 4 Hufen zu Nien-Reese gegebenhabe, für welche Wohlthat solches Kloster wöchentlich einmal für ihn, seine Eltern und seinganzes Geschlecht Seel-Messe anstellen, seinen, seiner Eltern, und seines ganzen GeschlechtesNamen, und zwar derer, welche Herrn heißen, im Tobten-Buche aufzeichnen, ihrer als Wohl-thäter darinn gedencken, und an Fest-Tagen in den Predigten für sie zu Gott bitten sollen,und befestiget solches mit seinem anhangenden Siegel.
Abschr. und in Plattdeutsch. Spr.
Anmerckung.
Daß der Stifter dieser Memorie, Marschall Heinrich Moltzan, der vorhin Z. 1. und 2.genannte und H. 2. als Marschall vorgekommene gleichnamige Sohn Lüdeke Moltzans, Pfand-nehmers von Pentzlin 8ub IV. L. ist, solches geht theils daraus hervor, daß er sich hier eben-falls Marschall nennet, theils aber auch daraus, daß er diese Memorie, wie das Datum der-selben zeigt, von Pentzlin aus stiftete, welches seinen Pfand-Besitz von Pentzlin, und mithin auchseine unmittelbare Abstammung von dem eben-genannten Lüdeke Moltzan, Pfandnehmer vonPentzlin 8ub IV. R, deutlich beweiset.
§ 5-
sä IV. 0. 2. Heinrich Moltzan, (Pfand-Inhaber Pentzlins)
wird vom Herzoge Casimir zu Stettin-Pommern mit demGute Wolde e. V. erblich belehnt.