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Genealogisch-historische Darstellung der Abstammung des verstorbenen Erb-Land-Marschalls Cord Jaspar Ferdinand von Moltzan auf Grubenhagen, Rothenmohr, Ulrichshausen und Moltzow c. P., und der jetztlebenden Gräflichen, Freyherrlichen und Adlichen Maltzane und Moltzane, als Prätendenten zu den von Moltzan-Grubenhäger Lehnen ...
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das Schloß aber den Fürsten in allen Nöthen, den Moltzanen jedoch unnachtheilig, offenbleiben solle.

Würden die Fürsten und deren Erben, den Moltzanen und deren Erben ungnädig und feindwerden, so könnten letztere sich des Schlosses, der Stadt und des Landes Pentzlin ohne Wider-spruch bedienen und zu Nutze machen. Ferner legen die Pfandgeber zu solchen Pfandstücken,alle Beede zu Swante und Pinnow, Brunnen-Beede und Pfennig-Beede und alles was sie daranhaben. Würden die Moltzane etwas einlösen, was von diesen Pfand-Stücken früher schon ver-pfändet worden, so wollen die Pfand-Geber eben soviel wieder erstatten, auch versprechen sieohne der Moltzane Willen, in solchen Pfand-Stücken niemandem Unrecht und Gewalt zuzufügen,verheißen die Erfüllung aller dieser Puncte nicht nur dem Pfandnehmer Lüdeke Moltzan undseinem Sohne Heinrich Moltzan und allen deren Erben, sondern auch zu deren treuen Hand,dem Herrn Ulrich Moltzan, Ritter zu Schorsow,

Hinrich und Zachim, Brüdere, geheißen Moltzane zu der Osten, serner Ulrich Moltzan zuRothenmohr (to deme rodemure) und Ulrich Moltzan zu Grubenhagen, und bekräftigen solchesalles durch Anhängung ihrer großen Jnsiegel.

Eingelösetes Original in Plattdeutsch. Spr., an welchem dieSiegel gegenwärtig, jedoch schon fehlen.

Anmerckung 1.

Daß der Pfandnehmer Lüdeke Moltzan der Vater des verstorbenen Ritters Berend Moltzansub IV. hinterlassener Sohn, nämlich der im vorigen Abschnitt mehrmals genannte KnapeLüdeke Moltzan «üb IV. v. ist, solches beweisen verschiedene Stellen dieser Pfand - Ver-schreibung selbst.

Zuförderst sagen die Pfandgeber darinn, daß sie dem Pfandnehmer Lüdeke Moltzan undseinem Sohne Heinrich Moltzan, 3999 Marck guter lübscher Silber-Pfennige schuldig sind.

Diese Schuld rührt sehr wahrscheinlich aus der oben beim Jahre 1313 Bartholom«'! pgK.32 angeführten, dem Ritter Berend Moltzan sub IV. .V und seinem Sohne, (dem Knapen)

Lüdeke Moltzan sub IV. L., ertheilten Pfand - Verschreibung über Haus, Stadt und LandStavenhagen her,

und außerdem, daß es dieselbe Münz-Sorte ist, wovon beide Pfand - Verschreibungen sprechen,scheinen auch zwei andere Stellen in dieser letztern Pfand - Verschreibung über Pentzlin, solcheWermuthung zu begründen und eben dadurch die Identität des Pfandnehmers von Pentzlin,nämlich des Baters Lüdeke Moltzan und des Knapen Lüdeke Moltzan sub IV. L., nochstärcker zu erweisen.

Die Pfandgcber sagen darinn: „Were ok eist Imdeke Aloltssn vnde Oinrik s)n„s one edder ere eruen ^ves Kotten in dessen panden edder tves kott Imdden in dem«

„Isnde to dem« HtauenbsKben des «e sulue nieltt bebolden Molden dat sebole

vnde vse eruen en vnde eren na >verde >vedder alkvpen.«

Jmgleichen:

„OK Konen edder mobilen Imdeke Alolt^sn Oinrik Alolt?an S)n sone vnde eis einen„desse pande slot, stad vnde land to pent«el^n vnde >vesse anders fluides in vnseme„lande liebsten an deine lande to deine stauenliaKliene ^ d s^ p a n t„edder erue ete.

Diese beiden Stellen, in Verbindung mit der erstern, die Schuld von 3990 Marck guterlübscher Silber-Pfennige betreffend, scheinen offenbar einen nexns des Pfandnehmers LüdekeMoltzan und seines Sohnes Heinrich Moltzan, zum Lande Stavenhagen anzudeuten, welcherschwerlich ein anderer seyn kann, als jene Verpfändung des Landes Stavenhagen an den RitterBerend Moltzan sub lV. und dessen Sohn (den Knapen) Lüdeke Moltzan sub IV. L,und eben dadurch die unmittelbare Abstammung des Pfandnehmers von Pentzlin, Namens LüdekeMoltzan von diesem Ritter Berend Moltzan sust IV. aufs deutlichste documentirt.

Der Pfandnehmer Lüdeke Moltzan ist also weder des verstorbenen Ritters :c. BerendMoltzan sub IV. ^ einer Brudersohn in der ältern Pommerschen Linie auf Osten undKummerow, nämlich der vorhin mehrmals erwähnte Knape Lüdeke Moltzan der ältere, HeinrichMoltzans Sohn, welcher nach dem Zeugniß einer von demselben sub dato Demmin 1416 dieOertrudis ausgestellten Urkunde,

Orig. in latein. Sprache.

der Zeit noch lebte,

seit 1389 als Marschall der Gebrüder Claus und Christof, Herrn zu Werte, vorkommt,

laut Urkunden ckelW9,S°n.

de 1389 Sontag vor Crispini und Crispiniani, (Orig.) u^CrisMani'

de eodem dato, (Orig.) ^

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