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Nti IV. ^ Berend Moltzan, Knape,
wegen seiner Gemahlinn des Herzoglich Mecklenburgschen Mi-nisters Otto von Dewitz, Grafen von Fürstenberg Tochter, inStreit mit desselben mitbelehnten Vettern, über die Fürst en-bergsche Erbfolge.
Weil der Herzoglich Mecklenburgschc Minister Otto von Dewitz, Graf von Fürstenberg,und sein Sohn Eckard nach 1362, Jan. 26. ohne Söhne gestorben waren,so entstand über die Erbfolge ein Streit zwischen des mitbelehnten Grafen Ulrichs SöhnenEckard, Jacob und Gerhard, und Graf Ottens Schwieger-Söhnen Joachim-Gans, Herrn zuPuntlist, dem Ritter Johann von Moltke und dem Knapen Berend Moltzan «üb IV. -V
a. ck. Dobrane Die letztern (die Schwiegersöhne) riefen den Herzog Albrecht zu Mecklenburg um HülfeMittwochen ^ cedirten dagegen demselben alle Gerechtigkeit ihrer Hausfrauen im Lande zu Röbel, welche».Margaretha. Graf Otto inne-gchabt, und versprechen, daß ein jeder von ihnen dem Herzoge auf desselbenKosten ein halbes Jahr mit 1k Mannen und Helmen dienen wolle,
und die von ihnen darüber ausgestellte Urkunde befestigten sie mit ihren anhangenden Siegeln.
Orig. in Plattdeutsch. Spr., an welchem die Siegel gegenwärtigaber schon fehlen; abgedr. in Gerdes Sammlung w. sMK. KK3.eonf. von Rudloff, Mecklenburgschc Geschichte, Th. 2. Bd. 2.PSA. 464.
8 4.
ml IV. kl. Ulrich Moltzan, Ritter, wohnhaft zu Gr üben Hagen,
will die Malchowschen Kloster - Dörfer Wangelin und Lipen inSchutz nehmen.
a <1. Warne Ulrich Moltzan, Ritter, wohnhaft zu Grubenhagen (?,Jck Vlrich Moltzan ridder vnd wone^ctta^nach^ tll dem Grubenhagen«) verheißt, daß er die dem Kloster Malchow zuständigen Dörfer WangelinO-uasimodog. und Lipen, eben wie seine eigene Güter gegen jedermann vertheidigen und beschützen wolle, solange das Kloster sie unter seinem Schutze lassen würde,und bekräftiget solchen Revers durch Anhängung seines Siegels.
Abschrift in Plattdeutsch. Spr., von dem Dobbertinschen Küchen-Meister Daniel Clandrian und Christof Mörder, beideHerzogliche Secretarien, auf Befehl des Herzogs Ulrich zuMecklenburg 6. 6. Doberan 16. April 1376, nach dem derZeit im Kloster Malchow befindlich gewesenen Original ge-fertigt, welche, wenngleich sie nicht völlig bis zu Ende derUrkunde geht, dennoch bis dahin mit einer von einer be-glaubigten Abschrift genommenen vollständigen Copietvörtlich übereinstimmt.
Anmerckung.
Diese Urkunde ist die älteste, in welcher das Gut Grubenhagen als eine Moltzansche Be-sitzung, und zwar eines Ritters Ulrich Moltzan vorkommt, und giebt zu zweyen wichtigen undinteressanten Fragen Veranlassung:
X. Zu welcher Zeit ist solches Gut an die Moltzane gekommen?
L. Ist der darum erwähnte Ritter Ulrich Moltzan zu Grubenhagen, der vorhin §. 2.u. Ii. ad ann. 1339 23 als Knape und in der Folge auch als Ritter vorkommendeUlrich Moltzan sub IV. also Berend Moltzans «üb IV. X. Bruder, und Lüdeke Moltzanssul> III. s. Sohn,
oder ist er nur Zeitgenosse desselben?!
sä Wird zwar die Verleihungs-Urkunde, wodurch Grubenhagen c. I>. an die Moltzanegekommen, weder im Großherzoglichen Archiv, noch in gedruckten Urkunden-Sammlungen, sowenigim Original als abschriftlich oder extractive aufbewahrt, so bezeugen dagegen drey ältereUrkunden, resp.isaz uo. 1243. X. KnI. .lul.
alte Abschrift.
it. Clandrianschcr Extract aus solcher und den übrigen Güstrow-schen Dom-Capitels-Urkunden, auf Befehl des HerzogsUlrich zu Mecklenburg Gemahlin« Elisabeth im Jahre. I38K gefertigt.