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Genealogisch-historische Darstellung der Abstammung des verstorbenen Erb-Land-Marschalls Cord Jaspar Ferdinand von Moltzan auf Grubenhagen, Rothenmohr, Ulrichshausen und Moltzow c. P., und der jetztlebenden Gräflichen, Freyherrlichen und Adlichen Maltzane und Moltzane, als Prätendenten zu den von Moltzan-Grubenhäger Lehnen ...
Entstehung
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Knapen Berend Moltzan, noch zwey Brüder desselben, namentlich genannt werden, Heinrich undUlrich hießen,

und mithin, gleich ihrem in dieser letztern Urkunde genannten Bruder, dem Knapen BerendMoltzan, welcher ohne Zweifel jener von den Kossebaden zwischen 1348 und 4368 belangte(Knape) Berend Moltzan sub IV. ^ ist, hinterlassene Söhne des Ritters Lüdeke Moltzan«ub III. n. waren.

Von diesen drey hinterlassenen Söhnen des Ritters Lüdeke Moltzan suli III. s., ersten Er-werbers von Grubenhagen e. war der älteste, Namens Heinrich Moltzan, Stifter der alternPommerschen Linie auf Osten und Kummerow, nach dem Zeugniß der nächstfolgenden Urkundevom Jahre 4339, der Zeit schon nicht mehr, und hatte einen Sohn, Namens Lüdeke Moltzanhinterlassen, wie solche Urkunde deutlich documentirt. Tag.

Die beiden andern hinterlassenen Söhne des Ritters Lüdeke Moltzan sub III. s., nämlich:der Knape und nachherige Ritter und Herzoglich Pommersche Marschall Berend Moltzan subIV. ^., Stifter der Wolde-Pentzlinschen Linie,

wie auch der Knape und nachherige Ritter Ulrich Moltzan sub IV. s., welcher zuerst im Jahre4364 als auf Grubenhagen gesessen vorkommt, und Stifter der Grubenhagenschen Linie ist, Fm^'nachlebten dagegen noch geraume Zeit, wie folgende Urkunden bis gegen Ende des 44ten Jahr- Quasimodog.Hunderts solches bezeugen.

Z. 2. u.

4V. Bernt,

IV. s. Ulrich,

Brüder, geheißen Moltzane, Knapen, verkaufen für sichund ihres verstorbenen BrudersHeinrich Moltzan hinterlassenen unmündigen SohnLüdeke Moltzan,

dem Kloster Dargun ihr Dorf Uperst.

Bernt und Ulrich, Brüder geheißen Moltzan, verkaufen mit Bewilligung ihrer nächsten und 6. a. Gnoyn,ihrer lieben Freunde, dem Kloster Dargun das Dorf zu Uperst o. für 4330 Marck iiM^ -zungf.Sundescher Pfennige, versprechen, bey Ucbernahme der Gewährleistung, wegen der von ClausHahn auf solches Gut gemachten Ansprüche,

daß die Kinder ihres Bruders Heinrich, dem Gott gnädig sey, nämlich Lüdekeund dessen Schwester Oleghart, sobald selbige zu ihren mündigen Jahren gekommen, sich vordem Lehnherrn aller ihrer Rechte und Ansprüche auf solches Dorf begeben sollen,bezeugen ferner, daß das Kloster ihnen auf solches Kaufgeld sogleich 900 Marck SundescherPfennige baar ausgezahlt, für die übrigen 630 Marck ihnen aber die jährlichen Hebungen von27 Marck Geldes im Dorfe Plötze und von 30 Marck Geldes zu Teysyn cedirt habe,und bekräftigen, nachdem sie die Größe dieses Dorfes, aus 24 Hufen bestehend, angegeben haben,diese Urkunde mit ihren anhangenden Siegeln.

Orig. in Plattdeutsch. Spr., an welchem die beiden Siegel derGebrüder Berend und Ulrich Moltzan sub IV. undIV. s. gegenwärtig aber schon fehlen, Berends Siegel,nach dem Zeugniß des vormaligen Archivars Schultz jun.

Hieselbst in seinen im Jahre 4738 angefertigten vorhin er-wähnten Nachrichten von den hiesigen Gütern dieses Ge-schlechts, der Zeit, wiewohl sehr beschädigt, noch daranbefindlich, und nur ein Helm mit einem doppelten Feder-busche darinn kenntlich gewesen seyn soll.

Z. 2. b.

Nicolaus, Herr zu Werle-Güstrow, bewilligt, daß das Kloster Dargun, nachdem dasselbe u. a. Güstrow430 Marck lübsch baar an ihn ausgezahlt habe, das in der Voigtey Kaland belegene aus 3 ^freyen und 17 steuerpflichtigen Hufen bestehende ganze Dorf Uprast (Uperst) mit allem Zubehör w.,auch Ober- und Unter-Gerichtsbarkeit, von den düchtigen Knapen Bernard und Ulrich, Brüderngenannt Moltzan, kaufen und besitzen möge, sowie gedachte Gebrüder Moltzan und deren Vor-gänger seit langen Zeiten dasselbe besessen haben, jedoch mit Vorbehalt des Hunde-Korns undder jährlichen großen und kleinen Beede von 47 steuerpflichtigen Hufen dieses Dorfes.

Orig. in latein. Spr.