kenntnisse wurde die Historiographie, besonders bey Bnttcn,Franzosen und Teutschen, gründlicher und geschmackvoller.
— Die Staaten, welche auf den politischen Znstand Euro-pa's den entscheidendsten Einfluß haben, sind: Grosbriran-nien, Oesterreich, Frankreich, Rußland und ss. 1740^Preußen. —
yl) Zwey Kriege bestimmten die Gestalt der europäi-schen Welt am Anfange dieses Zeitraumes. Der nordischeKrieg s 1699—1721s zweckte auf Schwedens Demüthigungund Verkleinerung ab, schien aber in dem ersten Jahrzehndcseiner Dauer eine ganz entgegengesetzte Wirkung hervorzu-bringen; denn Carl XII zwang Dänemark zum Travcndah-ler Frieden und schlug die Russen bey Narwa s1700s, ent-thronte August II K. v. Polen ^704—1706s u. empfingaus kursächsischem Boden die Huldigungen der größten euro-päischen Machte. Sein Glück scheiterte b. Pultawa ^1709^,er mußte in der Türksy ein Asyl suchen und als er nach derRückkehr in s. Erbsiaaten s 1714s alles aufbot, um sich ge-gen die durch Preußen und England vermehrte Zahl seinerFeinde zu behaupten und zu retten, wurde er s 1718s er-mordet und die schwedische Verfassung aristokratische; dieFortdauer seiner Eristenz verdankte das völlig entkräfteteSchweden dem besonders von Grosbritannien befolgtenGleichgcwichts-Sysicme. Rußland's Größe und Einfluß be-gründete der Nh-stadrer Friede L 1721s und geräuschlos hobsich das neue Königreich Preußen s 1701s durch die muster-hafte Staats-Oekonomie Friedrich Ivilhelm I L171Z
— 1740s« — Der spanische Successtonskrieg ^1701—1714s entstand über die Besetzung des span. Throns mitPhilipp V von Anjou, nach dem Aussierben des österrei-chischen Mannsstamms in Spanien mit Carl ll i 1700s;Oesterreich, Grosbritannien, Holland, Savoyen, Portugal!und Preußen vereinten sich gegen Frankreich, welches durchden leidenschaftlichen Republikanismus des Gr. Pensionärs-Heinsius und durch die Feldherrntalente Eugens v.
Sa-