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ner derselben die Unabhängigkeit oder die wesentlichen Rechteeines andern, ohne wirksamen Widerstand von irgend einerSeire und also ohne Gefahr für sich selbst, verletzen; dasbeständige gegenseitige Schwanken der Staaten wurde durchGegengewicht geregelt und konnte nicht über bestimmte Grän-zen hinaus schweifen; keine die Selbststandigkcit einer Regie-rung und Nation gefährdende Dictatur wurde geduldet unddie kleinen Staaten bestanden ungekränkt neben den für ihreEristenz sich intcressircnden großen; die bürgerlichen Gesell-schaften vervollkommneten sich dabey im Inneren und dieCultur that mächtige Fortschritte und gewann an Umfang,Gehalt und Festigkeit. Die einzige Verletzung dieses wohl-thätigen Systems war die Theilung Polens s 1772s!, welcheauf die öffentliche Meinung höchst nachtheilig wirkte, abererst der folgenden Generation durch die davon gemachte An-wendung in ihrer ganzen Verderbliehkcit erschien. — GegenEnde des Zeitraums artete Cultur in Uebcrverfeinerung undSchlaffheit des Geistes aus; Religiosität, Sittlichkeit undVaterlandsliebe verfielen; die einseitigste Selbstsucht und einkosmopolitischer JndisserentiSmus bemächtigten sich'dcr Gemü-ther; sophistischer Unglaube kämpfte mir schwärmerischemAberglauben; Voltaire's Frivolität und Ronsleau'sMetapolitik richteten Verwüstungen in den Köpfen an, wel-che den Sturz der Ruhe und des Wohlstands vieler europäi-scher Staaten vorbereiteten. Der sonderbare Contrasi zwi-schen Willkühr und Popularität der Regenten, die unver-merkte Verschmelzung der sonst observanzmäßig geschiedenenStände in der Gesellschaft, die gewähnte Sicherheit der Ari-stokratie und die unregelmäßig höheren Bestrebungen desVolks kündigten eine Katastrophe an, welche für die Mensch-heit nur zu früh ausbrach und von bis jetzt kanm übersehba-ren Folgen begleitet ist. — Quellen und -Hülfsmittel zurKenntniß der Begebenheiten des thatenvollen achtzehntenJahrhunderts sind sehr zahlreich; durch Verschwisterung mitPhilosophie und glückliche Bearbeitung der historischen Hülfs-
kemit-