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1789 Jnsiirrectiouen in Ungern, Belgien, Lüttich. —Preußisches Religions-Edier. — Versammlungder franz. Rcichsstände zu Versailles.
Eilfte Periode
Frankreichs Revolution und Herrschaft auf demConti neu te 1789—1805.
98) Obgleich die Begebenheiten der letzten Jahrzehnde zurhistorischen Bearbeitung nicht ganz reif find, fo laßen sichdoch allgemeinere Resultate auffassen, welche in der Univer-salgeschichte- Epoche machen. Politischer Fanatismus, Anar-chie und Gewaltthaten des zügellosen Lasters, und gotteslä-sterisch vergötterte Pseudo-Vernunft stürzen Thronen und Al-tare um und vernichten uralte Verfassungen; sie wecken Frank-reichs politische Macht aus einem langen Schlummer, hau-chen seinen Armeen einen neuen Geist ein und führen seineMachthaber auf römische Plane; an die Stelle des für einUnding erklärten politischem Gleichgewichts soll ein Födera-tiv-System gesetzt werden, dessen Charakter sich jetzt nochnicht b urtheilen laßt. — Die (Quellen sind zahlreich, aberoft trübe und der höheren Kritik bedürftig. — Haupt-mächte sind Frankreich, Rußland, England, Oesterreichund Preußen.
99) Die Gestalt und Verhaltnisse des nordöstlichen Eu-ropa wurden in wenigen Jahren fester bestimmt. Polensuchte sich ; si 1788h dem Vormundschaft liehen Einflüsse Ruß-lands zu entziehen, trat f 1790h mir Preußen in Bündnißund änderte s 1791h seine Consiitution in der Art um, daßder Bürgerstand zuerst nun Erisienz erhielt. Dadurch daßmiövergnügte Aristokraten sich zu Targoviz conföderirten undeine russische Armee ins Land riefen, und daß Preußen cS