Vorrede.
Grundsäße, welche den akademischen Lehrer beyhistorischen Vorlesungen leiten, sind in dem Bestreben,Neigung für Geschichte zu erwecken und eigene Unter-suchung zu veranlassen, begründet. Ist es also auf dereinen Seite rathlich, die mannigfaltigen Beziehungender Geschichte auf den sich literärisch bildenden Men-schen bemerklich zu machen, so hängt auf der anderenSeite der nicht ephemere Gewinn solcher Vorlesungenvon der Methode des Lehrers ab; Wißbegierde undForschungsgeist sollen durch Andeutungen und Aussich-ten gereizt, die den muthigen nnd verständigen Fleißlohnende Ausbeute soll an einzelnen Beyspielen bemerk-lich gemacht, zum Quellenstudium, zur Kritik und zumvernünftigen Skepticismus soll Anleitung gegeben wer-den. Dieß alles setzt aber eine Uebersicht im Ganzenvoraus, bey welcher die gedrängteste Kürze um so mehrPflicht bleibt, da an ein eigentliches Erschöpfen undvollständiges Befriedigen nicht zu denken ist; und dieseUebersicht kann die in ihrem Namen schon vielfachenMisverstand ankündigende Universalgeschichte gewährenund zugleich den keiner Rechtfertigung bedürfenden
Wunsch
»ZI