seus, und die Vervollkommnung des Unterrichts- und Erzie-yungswescns sind Folgen der Reformation, welche die be-redtste Apologie für sie gegen so manche scheinbare harte Vor-würfe und Klagen ihrer Widersacher sind.
81) So wie gewaltthätig«: Unterdrückungsversuche desProtestantismus an dem religiösen Gemeingeiste und an derEntschlossenheit des ihnen entgegen gesetzten Widerstandes inder Regel zuletzt scheitern mußten; so waren auch öffentlicheFriedcnsunterhandlungcn und namentlich das TridenrinischeConcilium sigg-Z — bey dem geraden Widersprucheder Fundamcntal-Marimen, von welchen beide Parteyen aus-gingen und die sie, ohne sich selbst aufzugeben, nicht verlas-sen konnten, ohne allen Erfolg und vollendeten eigentlich dieTrennung durch genauere Erörterung der Puncte, über wel-che dieselbe entstanden war. Vergeblich arbeiteten mehrereunternehmende Pabste, Paul IV siZZZ-1559 s!, Plus Vs 1566 —1572), Gregor XIII s — 1585Ü und Paul V^1605 —1621) an der Wiederherstellung des weiland all-mächtigen Ansehns ihrer Vorfahren; die großen Plane Sty-lus V s 15851590) hatten nur durch Manner von glei-cher Feinheit und Kraft ausgeführt werden können und inder entscheidendsten Kampf-Periode 11618—1648!! hatte dieKirche keine ausgezeichnete talentvolle Borsieher. — Außerdem Geiste der Regierungen, welche Katholicismus u. Mo-narchismus identisicirten, war der von Ignaz v. Coyo-!a s-58?!! gestiftete (1540 kirchlich bestätigte) Jesuirer-Or-den die festeste Stütze des römischen Stuhls; durch conse-guente Klugheit, geschmeidige Herrschaft über Gewissen,kunstvollen Einfluß auf Regierungssystcmc, Hofintriguen,Volkserziehung und Literatur wurde der bald nach einem tiefangelegten Plane organisirte Orden die machtigste Oppositiongegen den Reformationsgeisi und eine geheime Macht, derenWirksamkeit bey großen Weltbcgebenheiten nicht abgeleugnetwerden kann.
82) Tarl V siZih; 1519; st. IZZ8) beherrschte einen
Staat,