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Schweden und die Türkev nehmen an den allgemeiner in-teressanten Begebenheiten den beträchtlichsten Antheil. —
80) Das Selbstgefühl der sich ihrer Rechte bewußtenFürsten, die Forderungen der nach freyem Vernunftgebrauchestrebenden Aufgeklärten und die religiösen Bedürfnisse desüber Unsittlichkcit und schnöden Uebermuth der Geistlichenunwilligen Volkes begegneten u. befreundeten sich in der Re-formation der Kirche. Der kühne Tadel, welchen Marr.Kursier und Ulr. ?wiugli über die
Ablaß-Trödeley eines frechen Mönchs laut werden ließenund zur Volksangelegenheit erhoben, gab zu einem furchtba-ren Kampfe gegen päbstlichen Despotismus, zu einem Rei-uigungsversnche des von Egoisten seit Jahrhunderten verun-stalteten Christenthums und zur Bildung und engen Vereini-gung einer schon lange im Stillen vorhandenen Partey Ver-anlassung. Religion u. Politik verschmolzen in einander; estraten zwey fast über ganz Europa verbreitete Unionen gegeneinander auf und gaben den gegenseitigen Verhältnissen derStaaten eine bestimmte Gestalt. Das vielherrige Deutsch-land, die Wiege der Reformation, sah die Macht seinerFürsten gegen die Obergewalt des Kaisers fiz.52; 1555!! si-cher gestellt und erhielt im Protestantismus einen Stützpunctgegen jedwede Beeinträchtigung seiner freyen Födcrativ-Vcr-fassung; -Holland kämpfte für Protestantismus und Freyheitf 1565; 1579; 1581 — iboy; 1621 —1648^ gegen Spanienmit dem glorreichsten Erfolge; England brach die willkühr-liche Macht seiner krypto-katholischen Stuarts st6^9^ underhob sich als Freysiaat f 1650—1659 s! zur Herrschaft überdie Meere; in Schweden n. D ncmark wurden die Throneauf protestantische Grundsätze errichtet; und nach langemKampfe führte die Unterdrückung der protestantischen Oppo-sition den unbeschränkten königlichen Despotismus in Frank-reich ein. — Das Entstehen einer öffentlichen Meinung,die Annäherung der Regenten u. Regierten, die freyere undgelungenere Bearbeitung vieler Theile des menschlichen Wis-