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um sich bey dem Beamten beliebt zu machen; da ichjedoch oft Gelegenheit hatte, es wahrzunehmen, soweiß ich, daß die Zahl der Schmeichler bey dem klein-sten, so wie bey dem größten Gewalthaber in Asienvielleicht größer als in Europa ist, wo doch diesesGezücht häusig genug sich vorfindet. Doch dieß magnun scyn, wie immer, die Menge der Kläger füllteden Saal, und alle schrien mit der Miene der Ucber-zeugung, und den Blick fest auf das Thier gerichtet:»Er ist es! er ist es gewiß! Es ist derselbe!« »Trotzder langen Abwesenheit, sagte der eine, erkannte ichihn, er hat sich nur sehr wenig verändert, und dießsind seine Augen, seine Ohren, dieß ist seine dunkel-graue Haut!«— »Und der Schweif, sagte ein anderer,seht doch diesen Rattenschweif! Die Spitzbuben!Gerade an dem Theile, an welchem man ihn am leich-testen wieder erkannt hätte, haben sie ihn verstümmelt.Es ist augenscheinlich, daß der Schweif abgehauen ist!«Und alle Anwesenden bemitleideten das Loos des armenEsels. Herr Lafond übersetzte mir Alles auf die er-götzlichste Weife.
Der angeklagte Beduin war ein sehr schöner Mann.Er hatte einen Bertheidiger. Beyde sprachen abwech-selnd mit großer Ruhe, und bewiesen klar, daß dieBeschuldigung falsch und verleumderisch sey. Indessensie wurden jeden Augenblick durch tausend Ausrufun-gen unterbrochen und der Lüge beschuldigt. DerScheck hörte zu, ohne ein Wort zu sagen, aber eswar leicht, in seiner Miene zu lesen, auf welcher Seite