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Theil 2 (1837)
Entstehung
Seite
251
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SSI

Volkes; gegenwärtig ist sie von einem türkischen Mönchebewohnt.

Gegen eine Stunde oberhalb ist ein Feld, welchesder Melonengarten genannt wird, weil man da Steinefindet, welche ihrer Form nach diesen Früchten so ähn-lich sind, daß man sie für versteinerte Melonen haltenkönnte. Man erzählt hierüber Folgendes:

Der Prophet Elias soll an.' diesem Felde vorüberge-gangen scyn, und vom Durste gequält, den Gärtner,welcher es bebaute, gebeten haben, ihm eine seinerMelonen zu geben, um sich damit den Durst zu löschen.Dieser verweigerte es, obwohl der Garten voll dieserFrüchte war, und fügte seiner versagenden Antwortnoch die Scherzworte bey: »Das was du siehst, undwas du für Melonen hältst, sind nur Steine.« DerMann Gottes verfluchte deßhalb den Garten, und vondieser Zeit an befinden sich nur noch Melonen vonStein hier. Die Reisenden haben der Sonderbarkeitwegen oder aus Frömmigkeit mehrere dieser Steinemit in ihr Baterland genommen. Die Sache ist gewiß,was aber die Veranlassung derselben betrifft, so mögenSie darüber glauben, was Ihnen gut dünkt.

Unter den berühmten Personen, welche den Carmelbesucht haben, nennt man unter andern den heiligenLudwig, welcher gegen die Mitte des dreyzehnten Jahr-hunderts eine Pilgerfahrt hieher machte, und Johannavon Dreux Gemahlin Philipps des Langen, die vonihrer Frömmigkeit so Jahre später hieher geführtwurde.