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hinlänglich mächtig ist, um die Verrichtungen des hei-ligen Amtes mit Erfolg ausüben zu können. Sobalddie Pest sich zeigt, bezieht er eine Wohnung außerhalbdes Klosters, um denen näher zu seyn, die seines Be-standes bedürfen würden. Er besucht sie, tröstet sie,unterstützt sie, ermuthiget sie durch die erhabenen Ge-danken der Religion, verschafft ihnen alle körperlichenErleichterungen, die von ihm abhängen, und ertheiltihnen die Sakramente, indem er doch wohl Sorge trägt,jede Berührung zu vermeiden, welche ihm das Nebelmittheilen und ihn in Gefahr bringen könnte, es auchandern mitzutheilen. Um die heilige Hostie darzubieten,bedient er sich einer äußerst feinen, armslangen Zangevon Silber. Außerdem ist er, so gut es immer ge-schehen kann, mit den Hauptvorbeugungs-Mitteln ver-sehen, welche die Fortschritte der Arzneykunst kennengelehrt haben. Es ist nichts desto weniger nicht selten,daß er trotz dieser Vorsicht das Opfer seines Eiferswird. Der Pfarrer von Bethlehem ist es geworden.
Gewöhnlich beginnt die Pest im Winter, dehnt ihreVerheerungen bis zum Frühjahre aus, und vermindertsich bcy der großen Hitze, das ist am Anfange Iuny'smerklich. Um diese Zeit entgeht der größte Theil derKranken dem Tode. .Man betrachtet das Fest desheiligen Johannes als das Ziel, wo die Pest gänzlichaufhört, was jedoch, wie Sie bemerken, keine strengeund unbedingte Wahrheit ist.
Wenn man in einem angesteckten Lande wohnt, dasman nicht verlassen kann, so sind folgende Vorsichts-