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nicht nähere. Was die Lebensmittel oder andere G e-genstände betraf, welche uns das Bedürfniß in Em-pfang zn nehmen zwang, so reinigten wir sie sorgfältigmit Wasser. Wir kamen übercin, uns bcym Aufgangedes Mondes, der um Mitternacht statt finden mußte,wieder auf den Weg zu machen.
Da es noch gar nicht spät war, so hatten wir baldzahlreiche Besuche. Ihrem Befehle treu waren dieWachen besorgt, diejenigen, welche zu unserm kleinenLager kamen, acht oder zehn Schritte entfernt zu halten.Unter diesen waren mehrere Juden, die, ohne jemalsDeutschland betreten zu haben, zu meinem äußersten Er-staunen vollkommen deutsch sprachen. Es machte mirwahrhast Vergnügen, einige Augenblicke mit ihnen zuplaudern. Ich wußte nicht, daß die Juden zwey Dur-cheile der Bevölkerung von Tiberias ausmachten, unddaß sie geschickte Lehrer haben, welche sie in unsererSprache unterrichten. Wenn man ihnen glauben darf,so stammt ein großer Theil von ihnen von Familienab, welche schon zur Zeit Jesu Christi an den nemlichenOrten gelebt haben. Gewiß ist, daß ihre Synagogefür die erste des Orients gehalten wird, und daß ihreRabiner für sehr unterrichtet gelten. Ihre auswärtigenGlaubensgenossen eilen hieher von demselben Gefüblder Frömmigkeit angezogen, welches eine große Zahlderselben nach Jerusalem zieht. Aus allen Thülen derWelt kommen deren hieher, um hier ihre Tage zu be-schließen. Eine Uebcrlieferung, die unter ihnen ingroßem Ansehen steht, versichert sie, daß Christus von