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Theil 2 (1837)
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staunen, als ich es betrachtete und ein Bild der hei-ligen Jungfrau von ausnehmend schöner Arbeit sah.Ich fragte ihn, wo dieses so liebliche und schöne Bildgemalt worden sey? »In Venedig, antwortete er mir,und mein Herz hangt so sehr daran, daß ich es nicht !nm eine Million Piaster geben würde.« »EineMillion Piaster! sagte ich, das ist denn doch ein Ge-genstand großer Versuchung!« »Gleichviel,« erwiederteer mir mit einer ganz christlichen Lebhaftigkeit.

Wieder zu Pferde gestiegen richteten wir unsemWeg zum See Tiberias. Wir befanden uns bald anseinen Ufern, an denen wir drey Stunden lang hin-ritten.

Dieser See, dem die Hebräer auch den NamenTeich, und, wie allen Wasser-Becken von ansehnlichemUmfange, selbst den Namen Meer gaben, wurde an-fangs See von Cennereth, Genesareth, oder Genesar !genannt, Benennungen, welche, obwohl sie verschiedensind, doch nur eine und dieselbe Stadt, ein und das-selbe Land an dem südlichen Ende bezeichneten. Mannannte ihn auch Meer von Galiläa, weil er auf derNord- und Ostseite von dieser Provinz umgeben war.Den Namen Tiberias erhielt er erst, als Herodes beyder Thronbesteigung des Tiberias, diesem Fürsten zuEhren, auf dem Platze von Genesareth, wie man sagt,die Stadt Tiberias erbauen ließ.

»Das Wasser des Sees Genesareth, sagt der Ge-