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Der See bietet eines der großartigsten Schauspieledes heiligen Landes dar. Wey denjenigen, welcheeinige Kenntniß der heiligen Schrift haben, erweckt erso viele und so große Erinnerungen, daß die Einbil-dungskraft davon ganz eingenommen und in hohemGrade bewegt wird. Abgesehen aber auch von denwunderbaren Begebenheiten, an die er erinnert, machter durch die Schönheit seiner Lage einen lebhaftenEindruck; er ist, wenn ich mich so ausdrücken darf,der Genfcrsee im Kleinen, jedoch um so kostbarer, dadas Land aller Quellen entbehrt, und die Brunnensehr selten sind.
Der Weg, auf dem wir herabstiegen, und der sicham Jordan endigt, ist lang und steil. Kaum warenwir an den Ufern dieses Flußes angekommen, als sichMe an die Wunder erinnerten, die ihn berühmt ge-macht haben. Der Eine führte den Josua an, der ihnan der Spitze des Volkes Gottes trocknen Fußes durch-schritt, ein Anderer den Elias*) und Eliseus, wie siemit dem Mantel des Elias das Wasser schlugen, undsich auf diese Art einen Weg bahnten;**) ein Dritter
*) „Elias nahm seinen Mantel und wickelte ihn zusanr-men, und schlug damit daS Wasser, welches sich thciltezu Heyden Seiten, und sie gingen beyde hindurch aufdem Trocknen." (a. Kbn. s, 8.)
**) „Eliseus stellte sich an das Ufer des Jordan, undschlug mit dem Mantel des Elias das Wasser; und estheilte sich hierhin und dorthin, und Eliseus ging hin-durch." (g. Kon. 2. iz und ti).