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Theil 2 (1837)
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Gott übergab. Ich verweilte vor dem Orte, wo dieChristen von Jerusalem ihren letzten Schlaf schlafen;ich betete für die Ruhe ihrer Seelen, indem ich ihr Loosbeneidete. Den Weg um die Mauern der heiligenStadt machte ich im Galopp, und hielt nur an, umnoch einmal das Thal Josaphat, das goldene Thorund das Mist - Thor zu betrachten.

Ich hatte den Dolmetschern des Klosters vom hei-ligen Erlöser aufgetragen, die bey der Kirche des heiligenGrabes wachhabenden Türken zu unterrichten, daß siesich um 5 Uhr Nachmittags beym Eingange des Tem-pels, in welchem ich die letzte Nacht zubringen wollte,einfinden sollten. Ich war kaum vom Pferde gestiegen,als ich mich dahin begab. Die Thore öffneten sich beymeiner Ankunft und schlössen sich sogleich wieder, alsich die Schwelle überschritten hatte. Das Geräuschder Angeln dieser kolossalen Thore, das der Schlüssel,der Riegel, welches mein Ohr so oft gehört hatte, ohnedaß es eine besondere Bewegung in mir hervorgebrachthätte, erregte eine Art von Schauer in mir.

Ein Uhr nach Mitternacht hatte es geschlagen. DieBäter Franziskaner, die in ihrer Kirche versammeltwaren, stimmten das Doneckiclus Dominus DensIsrael an, als ich mich erhob, um das heilige Grabmit Rosenöl zu begießen, nachdem ich lange Zeit vordemselben hingestreckt gelegen hatte. Der Wohlgeruchverbreitete sich weit umher.