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unruhigen, eifersüchtigen, gcwaltthätigen und tyranni-schen Regierung abhängt. Sie kriechen feige vor ihr,werfen sich, wenn es seyn muß, die Stirne in den Staubgedrückt, zum Zeichendes Gehorsames und der Achtung,vor ihr nieder, und verschwenden an sie noch mehr Er-niedrigungen, als Beutel, welche letztere sie derselbenjedoch nöthigen Falles zu taufenden anbieten.
Dagegen haben die lateinischen Bäter, in ihrer Blöße,gegen die verschiedenen Feinde, deren Zielscheibe fitsind, keine andern Waffen, und bedienen sich auchkeiner andern, als Unterwürfigkeit unter die Gewalt,die über sie herrscht, Ergebung, Gebete und alle Opfer,die mit der Ehre der Religion und den Pflichten derchristlichen Frömmigkeit vereinbar sind. In ihrer Ein-falt, welche bey einigen gar zu weit geht/) glauben sie,
Hören Sie davon einen charakteristischen Zug:
Vor einigen Jahren stellte sich den ehrwürdigen Vä-tern Franziskanern eine unbekannte Person als denErzherzog Palatinos, Bruder nnscrs vielgeliebten Kai-sers, vor. Es war große Freude im Kloster; dennman beherbergte Seine kaiserliche Hoheit. „BruderAmbrosius, haben Sie den Erzherzog gesehen?—Nein,mein Vater! — Nun so gehen Sic ihn zn sehen.Welch' ein liebenswürdiger Fürst! Es ist doch etwasganz anderes um diese Großen, als um uns; mansieht dieses auf der Stelle; man möchte sagen, derAdel ihrer Herkunft sey ihnen auf die Stirne geschrie-ben. Mit welchem Anstände reicht Seine kaiserlicheHoheit die Hand zum Kusse; man möchte Freuden-