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Residenz, und die Königin Margaretha habe sich zurSakristanin des heiligen Grabes gemacht.«
Bor diesen allen aber zeichnete sich Philipp IV.aus, der für die Unterhaltung der heiligen Orte wäh-rend der Dauer seiner Regierung allein mehr gethanhat, als die übrigen Fürsten in 3 Jahrhunderten. ImJahre 4628 schickte er 30000 Dukaten zur Ausbesserungdes Klosters zu Bethlehem, und vom Jahre 4640 biszum Jahre 4652 sendete er den lateinischen Väternso beträchtliche Geschenke, daß man von ihm sagte, erverwahre seine Schätze im Grabe unsers Herrn.
Unter den Gaben, welche noch heut zu Tage dieNeugierde der Pilger anziehen, konnte ich die Meßge-wänder, die unter andern nur an hohen Festtagengebraucht werden, nur mit einer gewissen Bewunde-rung betrachten. Mehrere derselben sind mit Gold ge-stickt. Ich habe einige gesehen, die besonders mir umso kostbarer erschienen, da sie von den kaiserlichen Hän-den der unsterblichen Maria Theresia verfertigt wordensind. —
Die Bäter vom heiligen Lande bewahren in ihrenArchiven eine Art Register, in dem die Namen derPilger von Bedeutung, die zu verschiedenen Zeiten dasheilige Grab besucht haben, aufgezeichnet sind. Alsich in den alten Chroniken die Liste der ausgezeichnetenPersonen durchging, welche die Frömmigkeit im Laufedes 45. Jahrhunderts nach Jerusalem geführt hatte,fand ich unter andern im Jahre 4486 folgende Namen: