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der Frömmigkeit, welche sich darüber betrübt und ent-setzt? — Und Sie sollten noch erstaunt seyn, meinVater! daß Gott straft, daß er demüchigct, daß er dieGeißel in den Händen des Muselmanns läßt, und ihmnicht die Bewachung seines Heiligthums entzieht? DieStrafe und die Demüthigung sind fürwahr nur zusehr verdient!«
Ich konnte nicht läugnen, daß der gute Ordens-mann Recht hatte. Ich hatte mit eigenen Augen weitbeklagenswerthere Dinge gesehen, als er mir erzählthat, Dinge, deren Einzelnheiten niederzuschreiben sichmeine Feder weigert, ein schändliches Gemisch vonabergläubischen Gebräuchen und heiligen Ceremonien,Tänze von Geheul und wildem Geschrcy begleitet, derenVorstellung allein schon Schrecken einflößt. GlücklicherWeise, daß, Gott sey Dank! kein Katholik, sondernnur Griechen und Armenier daran Theil nahmen.
Es ist traurig für die Katholiken, daß ihre Oster-zeit manchmal mit der der schismatischen Christen zu-sammentrifft, wie es dieses Jahr der Fall war. DerZusammenlauf ist dann so groß, daß nicht selten Per-sonen erdrückt werden. Andererseits können die ver-schiedenen Ceremonien, welche die einen und die andemnur nacheinander vornehmen können, niemals mit soviel Regelmäßigkeit und Anstand statt finden, und esgibt kein Mittel, den Unannehmlichkeiten, welche darausentstehen, zu begegnen, oder den Unfällen vorzubeugen.Eine bemerkcnswerthe Sache ist es übrigens, daß man
Neis« noch Jerusalem. Ii, Bd. 5