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Theil 2 (1837)
Entstehung
Seite
92
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und Todesangst für sie noch nicht gekommen sind,waS wird ihnen übrig seyn, wenn sie einmal kommen?Ein Grabtuch! Ein Grabtuch, dessen Lehre verschmähtzu haben, sie wahrscheinlich sehr bedauern werden;ein Grabtuch, schlechter und ärmlicher vielleicht, alsdas des Armeniers, dessen Thorheit sie beklagt hätten.

Die Türken haben, wie ich Ihnen schon in einemmeiner ersten Briefe sagte, die Schlüssel zur Kirchedes heiligen Grabes, und verkaufen den Pilgern dieErlaubniß des Eintrittes. Während dieser 4 4 Tagestehen beständig 10 oder 42 derselben als Wachen andem Thore. Während die Einen auf dem Divan sitzenund nachlässig ihre Pfeife rauchen, stehen die AndernSchildwache, die Hand mit einer Peitsche bewaffnet,welche sie über den Köpfen der Pilger schwingen unddamit oft diejenigen blutig hauen, welche mit Gewaltoder ohne Tribut zu bezahlen eindringen wollen. Ichmuß dieses traurige Schauspiel nur zu oft sehen, undich bin nie Zeuge davon, ohne daß es mich eben soschmerzlich berührt, wie das erstemal. Ich darf Ihnennicht verhehlen, daß es unter der Menge, welche sichgegen die Kirche stürzt, mehrere Seeleute aus den In-seln des Archipels oder Griechenlands gibt, ungebildete,heftige Menschen, die wohl auf ernste Weise zurückge-halten werden müssen; denn es wäre sonst unmöglich,daß die heiligen (Zeremonien, welche von den verschie-denen Nationen gefepert werden, friedlich und mit An-stand statt finden könnten. Aber die Gewaltthätigkeit,um nicht zu sagen, Grausamkeit der Mittel, welche an-