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Theil 2 (1837)
Entstehung
Seite
66
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KV

Jünger keinen Theil an ihren eiteln Freuden nehmenund in der Traurigkeit seyn sollen? Hat er Ehren undmenschliche Auszeichnungen gesucht, er, der niemalseigenen Ruhm, sondern nur den Ruhm seines Vaterssuchte, er, der sich verbarg, als man ihn zum Königemachen wollte? Hat er ein ruhiges und angenehmesLeben geführt, er, der vom ersten Augenblicke seinessterblichen Lebens an sein Kreuz getragen, und seineLaufbahn mit dem höchsten Leiden beschlossen hat?«

Sehet hier euer Borbild; ihr mögct nun in derWelt, oder in der Einsamkeit leben, am Hofe oder imKloster, Gott geweiht, oder zwischen dem Herrn undden Sorgen der Ehe getheilt; wenn ihr nicht JesuChristo gleicht, scyd ihr verloren!«

Dieses las ich, und in dcrBetrübniß meiner Seelebat ich Gott für eine Vergangenheit, welche mich mehrals jemals mit Schrecken erfüllte, um Verzeihung undErbarmen; ich bat, ich beschwor ihn, daß er sich herab-lassen möge, die freywillige Armuth, die ich angenom-men, und welcher ich, wie ich hoffe, mit seiner Gnadebis zu meinem letzten Athemzuge getreu seyn werde,als Buße anzunehmen.

2. Der Ort, wo der heilige Jakob der Aeltere denMartertod erlitt. Man sieht hier gegenwartig einKloster und eine der größten und schönsten Kirchenvon Jerusalem. Die Kuppel, von vier Pfeilern getra-gen, ist wie die der Kirche des heiligen Grabes in derHöhe durchbrochen. Zur Linken und am Orte selbst,wo, wie man glaubt, der Heilige auf Befehl des He-